6000 Patienten von Hygieneskandal betroffen

Paris - Medizinskandal in Nordfrankreich: Tausende Patienten sind in Röntgenpraxen untersucht worden, in denen im Dezember "schwerwiegende Verstöße gegen grundlegende Hygienevorschriften" festgestellt haben. Die Praxen waren daraufhin geschlossen worden.

Jetzt würden die mehr als 6000 Patienten der fünf Praxen angeschrieben, die sich dort in den vergangenen zwei Jahren untersuchen ließen, erklärte das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Paris. Frauen hätten nach der Mammographie falsche Diagnosen erhalten können, bei anderen drohten Vireninfektionen wie Aids oder Hepatitis durch Ultraschalluntersuchungen mit nicht gereinigten Instrumenten.

Wie viele Patienten betroffen sind, stehe noch nicht genau fest, hieß es. Der leitende Arzt der Praxen, ein Belgier syrischer Abstammung, hat die Vorwürfe abgestritten. Gegen ihn war nach Aufdeckung der Verstöße ein Berufsverbot verhängt worden.

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