"Schwarze Witwe des Internets"

Mörder-Omi: 80-Jährige hat es auf ältere Herren abgesehen

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Kanada/Halifax - Sie ist definitiv nicht die freundliche Omi von nebenan, denn ein Date mit dieser 80-Jährigen aus Halifax in Kanada endet für ihre Liebhaber nicht im Bett, sondern im Sarg. 

Sie hat so einiges auf dem Kerbholz: Eine kanadische Oma, wurde erst vor wenigen Tagen aus dem Gefängnis entlassen - zum wiederholten Mal wie die Zeitung Die Welt. Nicht etwa, weil sie im Supermarkt ein Fläschchen Klosterfrau Melissengeist hat mitgehen lassen - diese alte Dame ist eine echte Schwerverbrecherin. Kanadische Behörden warnten jetzt ältere Herren vor Melissa Ann Shepard - denn die scheinen ihre bevorzugte Beute zu sein. 

Erstmals im Gefängnis saß Shepard 1977 bis 1991. Mehrere Betrugsfälle hatten die heute 80 Jahre alte Kanadierin hinter Gitter gebracht. Als sie wieder frei war, kam es noch schlimmer. 1992, also nach nur einem Jahr Freiheit, wurde sie erneut zu sechs Jahren verurteilt. Kein Betrug, diesmal war es Mord. Shepards Opfer: Ihr zweiter Ehemann Gordon Stewart. Sie hatte ihn betäubt und zwei Mal mit dem Auto überfahren. Nach nur zwei Jahren hinter Gittern wurde die Kanadierin vorzeitig entlassen.

Ehemann Nummer vier: "Alles, was sie mir erzählte, bestand nur aus Lügen"

2002 starb der dritte Ehemann, Robert Friedrich. Die beiden hatten sich per Online-Dating kennen gelernt. Eine Schuld an seinem Tod konnte der "Schwarzen Witwe des Internets", wie Shepard genannt wird, nicht nachgewiesen werden. Das könnte aber auch daran liegen, dass die Dame unheimlich gut lügen kann. Journalistin McKenna sagte über sie: "Sie ist äußerst clever. Man konfrontiert sie mit etwas, und sie denkt sich binnen Sekunden eine Antwort aus, auch wenn es sich ganz offensichtlich um eine Lügengeschichte handelt." 

Das bestätigte auch Ehemann Nummer vier, Fred Weeks. "Sie täuschte mich lange Zeit. Doch alles, was sie mir erzählte, bestand nur aus Lügen", sagte er gegenüber der BBC. Er und Ehemann Nummer drei, Alex Strategos, wären ebenfalls beinahe den Mordgelüsten ihrer Herzdame zum Opfer gefallen. Strategos überlebte ihren Versuch, ihn mit vergifteter Eiscreme umzubringen. Allerdings erleichterte sie den heute 84-Jährigen um 20.000 Dollar und fälschte Dokumente. Das brachte Shepard 2005 erneut für fünf Jahre ins Gefängnis.

Wieder in Freiheit heiratete die Kanadierin Fred Weeks. Zwei Tage nach der Eheschließung rührte sie ihm Gift in den Kaffee - auch er überlebte. Shepard wurde erneut zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt. Nun ist sie wieder auf freiem Fuß. Die Männerwelt möge gewarnt sein.

Rubriklistenbild: © dpa

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