Vier Männer waren in einem LKW in Lebensgefahr. Bei Berlin konnten sie auf sich aufmerksam machen (Symbolbild).
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Vier Männer waren in einem LKW in Lebensgefahr. Bei Berlin konnten sie auf sich aufmerksam machen (Symbolbild).

A13 bei Berlin

Während der Fahrt: Hände winken plötzlich aus Lkw heraus - Menschen vor Verdursten gerettet

  • Luisa Billmayer
    vonLuisa Billmayer
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An einer Autobahnraststätte bei Berlin sahen Reisenden plötzlich Hände, die aus einer LKW-Plane herauswinkten. Flüchtlinge riefen nach Hilfe und Wasser.

  • Die große Flüchtlingsbewegung seit 2015 scheint vorbei zu sein.
  • Dennoch suchen Menschen noch in Deutschland Zuflucht.
  • Vier Männer waren fast in einem LKW verdurstet, doch sie konnten auf sich aufmerksam machen.

Senftenberg (Brandenburg) - Auf der Autobahn A13 kam es am 8. August zu einer Ausnahmesituation. Der Fahrer eines Lkws wurde von einem anderen Fahrer während der Fahrt darauf aufmerksam gemacht, dass aus seinem Laderaum Hände ins Freie gestreckt werden. Das berichtet Bild.de (Inhalt hinter Bezahlschranke).

Als der Lkw-Fahrer auf den Rastplatz Freienhufener Eck Ost bei Schipkau fuhr und ausstieg, sah er selbst die Hände, der Personen, die sich auf der Ladefläche des Fahrzeugs befanden. Vier Flüchtlinge aus Afghanistan hatten sich angeblich unbemerkt in dem Anhänger versteckt. Bei der Hitze - in Schipkau wurden an diesem Tag über 34 Grad gemessen - hielten die Männer Durst und Erschöpfung nicht mehr aus und machten auf sich aufmerksam.

Hände winken aus Lkw-Plane - Vier Flüchtlingen vor dem Verdursten gerettet

Auf Englisch riefen sie um Hilfe und Wasser. Ein anderer Lkw-Fahrer stieg mithilfe einer Leiter auf die Höhe der verzweifelten Gestiken und reichte den ausgelaugten Männern Wasser. Ein Zeuge rief die Polizei. Nachdem sie am Rastplatz eingetroffen waren, öffneten die Beamten die Ladefläche des Sattelzugs und befreiten die vier jungen Männer. Zwei von ihnen waren 25 Jahre alt, die anderen beiden 22 und 15. Erschöpft und dehydriert kamen sie aus ihrem Versteck. Sie wurden medizinisch versorgt.

Wie Bild.de berichtet, konnte sich der Fahrer des Fahrzeugs nicht erklären, wie die Flüchtlinge auf die Ladefläche gekommen waren. Vier Tage zuvor hätte er seine Ladung erhalten. Dann habe er einige Zeit in Ungarn gestanden und vor Prag eine neunstündige Ruhepause eingelegt.

Zwei Tage in einem LKW gefangen - Dolmetscherin bringt weitere Infos in Erfahrung

Eine Dolmetscherin konnte mit den Männern sprechen und weitere Informationen in Erfahrung bringen. Demnach gaben die Männer an, aus Afghanistan zu stammen. Zwei Tage lang hätten sie sich in dem Fahrzeug aufgehalten. Nach ihrer Rettung wurden die vier Männer in ein zentrales Aufnahmelager in Eisenhüttenstadt gebracht. Gegen den Fahrer wird wegen Verdachts auf Schleusung ermittelt. Ein dringender Tatverdacht bestehe jedoch nicht.

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In der Flüchtlingskrise 2015 und 2016 kamen über eine Million Asylsuchende nach Deutschland. Die Sympathie zu Beginn war groß - wie sieht es jetzt aus? Im baden-württembergischen Herbertingen kam es zu einem folgenschweren Unfall an einem Bahnübergang. Ein Zug kollidierte mit einem Lastwagen - mehrere Menschen wurden verletzt. (lb)

Zu einem dramatischen Einsatz kam es in Berlin außerdem auf der Autobahn 100. Ein Mann baute mehrere Unfälle hintereinander - wohl absichtlich. Dann sprach er eine Drohung aus.

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