Abbas lehnt Rücktritt von Geheimpolizeichef ab

- Ramallah - Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat nach dem Angriff auf sein Hauptquartier in Ramallah den angebotenen Rücktritt des Chefs seiner Geheimpolizei im Westjordanland, Taufik Tirawi, abgelehnt. Tarawi solle in seinem Amt bleiben, um für Sicherheit und Ordnung zu arbeiten, teilte das Büro von Abbas am Freitag in Ramallah mit. Sicherheitskreise hatten erklärt, der Polizeiführer habe seinen Rücktritt eingereicht und werde entlassen, nachdem Bewaffnete auf Büros in der Mukata in Ramallah geschossen hatten.

Unterdessen sollten die Angreifer - etwa 70 Männer aus den Reihen der Al-Aksa-Brigaden - ungeachtet ihrer Tat in den Polizeidienst aufgenommen werden. Damit solle die Krise beendet werden, erklärten die palästinensischen Sicherheitskreise. Abbas hatte nach dem nächtlichen Angriff auf sein Hauptquartier in Ramallah die Festnahme der militanten Palästinenser angeordnet. Die Bewaffneten, die seiner Fatah-Bewegung angehören, hatten das Feuer auf Büros der Mukata eröffnet. Zudem verwüsteten sie Geschäfte und Restaurants im Zentrum von Ramallah.

Ein Sprecher der Gruppe sagte später, die Palästinenserführung vernachlässige die militanten Kämpfer. Diese standen früher unter dem Schutz des im vergangenen Jahr gestorbenen Palästinenserführers Jassir Arafat, werden aber von Israel gesucht.

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