Abermals US-Luftangriffe in Somalia

Terrorismus: - Washington - Die US-Luftwaffe hat laut dem Fernsehsender CNN zum zweiten Mal binnen einer Woche Angriffe gegen Verstecke mutmaßlicher Terroristen in Somalia geflogen. Durch den Beschuss am späten Montagabend seien etwa sechs Menschen getötet worden, deren Identität zunächst aber unklar gewesen sei.

Das meldete der Sender am Mittwoch unter Berufung auf Quellen im Verteidigungsministerium in Washington. Der Angriff habe einem Mitglied der Terrororganisation El Kaida von mittlerem Rang gegolten.

Die somalische Agentur Shabelle hatte zuvor unter Berufung auf Augenzeugen berichtet, bei dem einem Angriff bei Ras Kamboni nahe der kenianischen Grenze habe es viele Verletzte gegeben. Auch die US-Zeitung "Washington Post" hatte von einem Angriff auf mutmaßliche El Kaida-Terroristen gesprochen. Das Blatt berief sich auf nicht namentlich genannte US-Quellen. Die US-Botschaft in Nairobi, die auch für Somalia zuständig ist, wollte sich zu den Berichten nicht äußern.

Bereits am 8. Januar hatte die US-Luftwaffe Ziele in Somalia bombardiert. Nach Angaben des US-Botschafters in Kenia hatte es dabei keine zivilen Opfer gegeben. Hilfsorganisationen sprachen von 70 Toten, unter ihnen viele nomadische Viehhirten. Die gesuchten El- Kaida-Terroristen wurden nach US-Angaben nicht getroffen.

Unterdessen wurden bei einem Angriff auf den internationalen Flughafen von Mogadischu am Mittwoch vier Menschen verletzt. Ein Geschoss habe die Landebahn getroffen, berichteten Augenzeugen. Am Vortag hatten die äthiopischen Truppen, die zur Unterstützung der Übergangsregierung eingerückt waren, mit dem Abzug aus Somalia begonnen. Die somalische Übergangsregierung hofft auf den baldigen Einsatz einer afrikanischen Friedensmission, um die Stabilität zu gewähren.

In Nairobi traf US-Botschafter Michael Ranneberger mit dem somalischen Islamistenführer Sheikh Sharif Sheikh Ahmed zusammen, der sich den kenianischen Behörden gestellt hatte. Zum Inhalt des Gesprächs wurde nichts bekannt. Die USA hatten die Übergangsregierung mehrfach aufgefordert, den Dialog mit gemäßigten Islamisten aufzunehmen, zu denen auch Sheikh Sharif zählt. Er war zeitweise der Vorsitzende der Union der Islamischen Gerichte, die im vergangenen Jahr weite Teile des Landes unter ihre Kontrolle gebracht haben.

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