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In Bayern, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen starten heute teils einheitliche Abiturprüfungen.

Erstmals länderübergreifende Tests

Startschuss für die Abiturprüfungen

München - Insgesamt sechs Bundesländer machen den ersten Schritt hin zum bundesweiten Zentralabitur. An diesem Dienstag starten sie mit teils identischen Aufgaben in die Prüfungen. Der Zeitplan dafür ist eng.

Für 38.000 Gymnasiasten in Bayern wird es ernst: An diesem Dienstag starten die Abiturprüfungen. Um die Vergleichbarkeit der Ergebnisse zu verbessern, müssen die Abiturienten in Bayern, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen in diesem Jahr erstmals teils identische Aufgaben lösen. Dies betrifft die schriftlichen Prüfungen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch. Die Prüfungen in diesen Fächern finden deshalb in den sechs Bundesländern zum ersten Mal zeitgleich statt, wie das bayerische Kultusministerium am Montag mitteilte.

Einen ersten Probelauf für ein bundesweit einheitliches Abitur hatte es bereits im Dezember gegeben. Doch da hatten die einheitlichen Mathe-Probeklausuren für Ärger gesorgt: Nachdem Bayerns Schüler schlechte Ergebnisse erzielt hatten, stellte Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) im Januar den Schülern frei, ob diese die Klausuren werten lassen wollen oder nicht.

Klaus Wenzel, Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV), sieht in dieser Entscheidung ein Indiz dafür, dass selbst das Kultusministerium nicht hinter der „Hoppla-Hopp-Entscheidung“ für das Einheitsabitur stehe. „Das Grundproblem ist, dass das Gymnasium immer mehr zur Messstation wird und nicht zur Bildungseinrichtung“, kritisierte er. Auch mit dem einheitlichen Abitur sei kein objektiver Vergleich möglich, da die Lernbedingungen sich schon von Schule zu Schule stark unterschieden.

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In Bayern stehen die Abiturienten in diesem Jahr noch vor einer weiteren Herausforderung, denn die Prüfungen finden in einem besonders engen Zeitraum statt. Wegen des späten Ostertermins bleibt bis zu den Sommerferien weniger Zeit, der ganze Ablauf ist deshalb verkürzt. Los geht es an diesem Dienstag mit den schriftlichen Aufgaben im Fach Deutsch. Innerhalb einer Woche folgen dann zwei weitere schriftliche Prüfungen in anderen Fächern, bevor ab dem 19. Mai die mündlichen Tests beginnen.

Max Schmidt, Vorsitzender des Bayerische Philologenverbands (bpv), warnte am Montag vor der erhöhten Belastung von Schülern und Lehrern: „Anders als in anderen Jahren stehen diesmal keine zwei Ferienwochen zum Atemholen zwischen den Prüfungen zur Verfügung.“ Bis zum Beginn der Pfingstferien müssen die Prüfungen abgeschlossen sein. Am 27. Juni werden die bayerischen Abiturienten dann offiziell entlassen.

dpa

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