+
Über diese Klippe fuhr der Wagen der Familie - offenbar mit voller Absicht.

Mehrere Tote bei tragischem Unglück in Kalifornien

Klippe runter gefahren und Familie ausgelöscht: Neue Details zu Drama in den USA

  • schließen

Das Auto einer achtköpfigen Familie ist in Kalifornien von einer Klippe gestürzt, sodass alle Insassen starben. Nun gibt es neue Details zu dem schrecklichen Unfall.

Mendocino - Zu dem Schicksal einer achtköpfigen Familie, deren Auto Ende März von einer Klippe an der kalifornischen Pazifikküste stürzte, gibt es neue Details. Laut der Washington Post war die Mutter, die das Auto mit ihrer Lebensgefährtin und den sechs adoptierten Kindern fuhr, zum Zeitpunkt des Unglücks betrunken. Die Polizei geht nicht von einem Unfall aus. 

Das Fahrzeug wurde bereits Ende März am Fuße einer Klippe in der Nähe des Highway 1 gefunden. Es war mehr als 30 Meter in die Tiefe gestürzt. Die beiden Mütter, die verheiratet waren, und ihre sechs Adoptivkinder im Alter von zwölf bis 19 Jahren, sollen alle ums Leben gekommen sein. Jedoch konnten bislang erst fünf Leichen geborgen werden. Drei Kinder der Familie - ein Junge und zwei Mädchen - gelten offiziell als vermisst. Vor wenigen Tagen war nahe der Unglücksstelle aber offenbar eine weitere Leiche geborgen worden. Ob es sich dabei um eines der vermissten Kinder handelt, steht noch nicht fest.

Mutter war betrunken und Kinder teilweise unter Medikamenteneinfluss

Laut Behördenangaben hatte die Mutter, die den Wagen steuerte, 1,02 Promille Alkohol im Blut. Zudem wurden bei der anderen Mutter und zwei Kindern das Allergie-Medikament Benadryl nachgewiesen, das Müdigkeit hervorruft.

Kein Unfall? Unglückswagen hinterließ keine Bremsspuren

Die Auswertung von Daten des Fahrzeugs und die Beweislage am Ort des Geschehens ergäben keine Anhaltspunkte für einen Unfall, sagte Greg Baarts von der California Highway Patrol gegenüber US-Medien. Der Tempomat des Autos sei auf 90 Meilen (144 Stundenkilometer) festgestellt gewesen, als der Wagen über die Klippe fuhr. Es gebe keine Bremsspuren. Zudem musste das Fahrzeug von der Straße 22 Meter über Schotter fahren, um den Rand der Klippe zu erreichen. 

Es war nicht klar, warum die Familie ihr Haus nördlich von San Francisco verlassen und 800 Kilometer bis nach Mendocino gefahren war. Polizeiangaben zufolge hatten sie nicht viel Gepäck bei sich, auch ihr Zuhause habe nicht nach einer länger geplanten Abwesenheit ausgesehen. Man habe keinen Abschiedsbrief oder andere Nachrichten gefunden.

Jugendamt ermittelte: Mütter sollen ihre Kinder vernachlässigt haben

Die Mütter sind weiß, die Adoptivkinder Afroamerikaner. Die Washington Post berichtete, die Familie sei in den vergangenen Jahren mehrfach umgezogen, um Nachforschungen zu entgehen. Nur wenige Tage vor dem Unglück hatten Behörden im Staat Washington Ermittlungen gegen die Eltern eingeleitet: Den beiden 38-jährigen Frauen wird vorgeworfen, die Kinder vernachlässigt und sie nicht ausreichend mit Essen versorgt zu haben. US-Medien berichteten, das Jugendamt habe drei Mal versucht, die Familie zu erreichen: drei Tage vor der Tragödie, am Unglückstag selbst und am darauffolgenden Tag. 

Lesen Sie auch: Kampfhund beißt seine Halter tot: Neue Details zur grausamen Tragödie

dpa/jif

 

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Frau klopft an Tür der Nachbarin - und fällt vor Schreck fast tot um, wer ihr öffnet
Eine Frau klopft an die Tür der Nachbarin - und fällt vor Schreck fast tot um, wer ihr öffnet.
Frau klopft an Tür der Nachbarin - und fällt vor Schreck fast tot um, wer ihr öffnet
Harley-Fahrer öffnet Garage - und erlebt den Schock seines Lebens
Ein Harley-Fahrer macht seine Garage in der Nähe von Kassel auf - und erlebt den Schock seines Lebens!
Harley-Fahrer öffnet Garage - und erlebt den Schock seines Lebens
Tagelange Jagd nach Killer-Wels im Dreieichpark - Fischer macht Fund 
Offenbach: Die tagelange Jagd nach dem Killer-Wels "Wally" im Dreieichpark ist beendet: Ein Fischer machte einen Fund.
Tagelange Jagd nach Killer-Wels im Dreieichpark - Fischer macht Fund 
Festnahmen nach tödlichem Fährunglück in Tansania
Mehr als 100 Menschen sterben bei einem Fährunglück auf dem Victoriasee in Tansania. Später stellt sich heraus - der Kapitän war gar nicht an Bord und hatte das Ruder …
Festnahmen nach tödlichem Fährunglück in Tansania

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion