Störung verursacht Verspätungen auf der Linie S7

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ADAC-Chef verteidigt Radfahrer

Berlin - Peter Meyer, Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs (ADAC), macht sich für Fahrradfahrer stark. Er widerspricht damit Verkehrsminister Ramsauer.

Mit Blick auf eine Äußerung des CSU-Politikers, wonach “Kampf-Radler“ ein ernsthaftes Problem auf deutschen Straßen darstellten, sagte Meyer der “Welt am Sonntag“: “Ich breche eine Lanze für die Radfahrer: Die meisten benehmen sich ordentlich.“ Unterdessen kündigte Ramsauer an, den Anteil des Fahrradverkehrs in Deutschland deutlich erhöhen zu wollen.

Noch im April hatte der Minister in einem Interview über aggressive Radfahrer geschimpft und gesagt, die Polizei sei mitunter schlicht überfordert, “der Verrohung dieser Kampf-Radler endlich Einhalt zu gebieten.“ Dennoch strebt sein neuer “Nationaler Radverkehrsplan 2020“ für die städtischen Kommunen bis zum Jahr 2020 einen Zuwachs des Radverkehrsanteils von 11 auf 16 Prozent an, wie die “Welt am Sonntag“ berichtete. Für den ländlichen Raum werde eine Steigerung von 8 auf 13 Prozent zugrunde gelegt. Die Kommunen sollten den Radverkehr in ihre Verkehrsentwicklungspläne aufnehmen und genauso wie andere Verkehrsmittel berücksichtigen.

“Vor allem in den Städten legen viele ihre Wege mit dem Rad zurück, etwa zur Schule oder zum Arbeitsplatz“, sagte der Minister der Zeitung. Deshalb solle das Fahrrad besser mit dem öffentlichen Nahverkehr vernetzt werden.

ADAC-Chef Meyer wiederum sprach sich dafür aus, dass “in der Führerschein-Ausbildung mehr Wert darauf gelegt“ werden müsse, dass Autofahrer und Radfahrer gemeinsam auf der Straße unterwegs seien. “Wo es der Platz zulässt und die Verkehrssituation erfordert, sind Radwege die beste Lösung“, fügte er hinzu.

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) zeigte sich erfreut, über Ramsauers Entwurf des Radverkehrsplans. Dennoch müsse zunächst genau geprüft werden, ob er die Chancen des Radverkehrs wirklich nutze, teilte der stellvertretende ADFC-Bundesvorsitzende Ludger Koopmann am Sonntag mit. Koopmann begründete seine Skepsis mit dem ersten “Nationalen Radverkehrsplan“ von 2002 bis 2012, in dem keine konkreten Maßnahmen und Ziele festgelegt worden seien. Inwieweit die von Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft erarbeiteten Empfehlungen in den neuen Plan eingeflossen seien, werde sich erst zeigen.

dapd

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