Drei Jahre Gefängnis

Tod der Tochter: US-Ehepaar in Katar verurteilt

Doha - Drei Jahre Gefängnis lautet das Urteil gegen ein US-Ehepaar in Katar, dessen achtjährige Adoptivtochter gestorben ist. Das Kind hatte vor seinem Tod vier Tage lang nichts gegessen.

Ein Gericht in Doha hat ein amerikanisches Ehepaar wegen des Tods seiner achtjährigen Adoptivtochter zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Die Anklage hatte dem Ehepaar Mord vorgeworfen. Der Richter erwähnte im mündlichen Urteilsspruch am Donnerstag kein spezifisches Vergehen, wie das Portal „dohanews“ berichtete.

Adoptiveltern: Kleine litt an Essstörungen

Das in Ghana adoptierte Kind war demnach in einem Krankenhaus in Doha gestorben, nachdem es vier Tage nichts gegessen hatte. Nach Darstellung der Adoptiveltern hatte die Kleine immer wieder an Essstörungen gelitten. Das Ehepaar bestritt, das Kind vernachlässigt zu haben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Fall hatte in Katar viel Aufsehen erregt. Der Vater arbeitete dort bis zu seiner Verhaftung als Ingenieur für Bauprojekte im Zusammenhang mit der Fußball-WM 2022. In die Ermittlungen um den Tod des Kindes hatten sich mitunter rassistische Vorurteile gemischt. So äußerten Staatsanwälte ihr Unverständnis darüber, dass das Ehepaar koreanischer Herkunft ein Kind aus Schwarzafrika adoptiert hatte. Zeitweise wurde ihm sogar Menschenhandel unterstellt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Wegen Kindesmissbrauch: Finanzchef des Vatikans angeklagt
George Pell ist der höchste katholische Würdenträger Australiens - und die inoffizielle Nummer drei der Vatikan-Hierarchie. Seit langem steht der Vorwurf im Raum, der …
Wegen Kindesmissbrauch: Finanzchef des Vatikans angeklagt
Attacke auf U-Bahn-Treppe: Opfer als Zeugin erwartet
Berlin (dpa) – Der Prozess um die brutale Attacke gegen eine Frau auf einer Berliner U-Bahn-Treppe gegen einen 28-Jährigen wird heute mit der Befragung von Zeugen …
Attacke auf U-Bahn-Treppe: Opfer als Zeugin erwartet
Nach Bombendrohung: Zug gestoppt und geräumt
Nachdem bei der polnischen Staatsbahn eine ernstzunehmende Bombendrohung einging, reagierte das zuständige Kommando sofort und evakuierte den Zug.
Nach Bombendrohung: Zug gestoppt und geräumt
Wahnsinns-Fund: Eineinhalb Tonnen reines Kokain entdeckt
Mit dieser Entdeckung hätten belgische Polizei in Ostende wohl im Traum nicht gerechnet: Die Beamten stießen auf eineinhalb Tonnen reines Kokain im Schätzwert von 225 …
Wahnsinns-Fund: Eineinhalb Tonnen reines Kokain entdeckt

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion