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Gegen zwei Mitarbeiter der Konrad-Adenauer-Stiftung in Ägypten wurde Anklage erhoben.

Ägypten klagt Konrad-Adenauer-Stiftung an

Kairo - Der Strafgerichtshof Kairos hat offiziell Anklage gegen das örtliche Büro der Konrad-Adenauer-Stiftung erhoben. Das Rätselraten um ein mögliches Fehlverhalten geht bei den Betroffenen weiter.

Im Streit um das Vorgehen der ägyptischen Behörden gegen zwei Mitarbeiter der Konrad-Adenauer-Stiftung hofft die Stiftung nun auf eine “politische Lösung“. “Wir wollen, dass man zu einer zufriedenstellenden politischen Lösung kommt“, sagte Stiftungschef Hans-Gert Pöttering am Mittwoch nach Gesprächen mit der ägyptischen Regierung in Kairo. “Dazu muss jetzt die ägyptische Regierung einen Beitrag leisten.“ Zugleich wies er in einem Telefonat mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) alle Vorwürfe zurück.

Alle Gesprächspartner in Kairo - darunter auch der ägyptische Außenminister - hätten großes Interesse signalisiert, dass die CDU-nahe Stiftung in Ägypten weiter arbeiten könne, sagte Pöttering. Zugleich habe er “schärfsten Protest“ gegen die Behandlung der beiden Mitarbeiter eingelegt.

“Wir wissen nicht, was die Behörden vorhaben. Wir erwarten jedoch eine politische Lösung“, sagte Pöttering. “Wir können überhaupt nicht erkennen, dass wir uns fehlverhalten haben.“ Auch Ägypten selbst könne “kein Interesse daran haben, dass die Dinge eskalieren.“ Die Stiftung müsse ungehindert wieder arbeiten können.

Das ägyptische Justizministerium hatte am Montag Anklage gegen 43 Mitarbeiter ausländischer Organisationen veröffentlicht. Darunter sind der Büroleiter und eine deutsche Mitarbeiterin der Adenauer-Stiftung in Kairo. Den Beschuldigten wird unter anderem vorgeworfen, sie hätten die Sicherheit Ägyptens gefährdet und ohne Genehmigung gearbeitet.

dpa

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