Ägyptische Chartergesellschaft hatte guten Ruf

- Kairo/Paris - Zwei Tage nach dem Absturz einer ägyptischen Chartermaschine über dem Roten Meer mit 148 Todesopfern hat der französische Verkehrsminister Gilles de Robien der Chartergesellschaft «Flash Airlines» einen «guten Ruf» bescheinigt. Bei zwei Kontrollen nach einem Landeverbot in der Schweiz vor über einem Jahr habe es «keine Beanstandungen» gegeben, sagte der Minister am Montag im französischen Rundfunk.

Als Absturzursache der Maschine mit 133 französischen Urlaubern an Bord wird eine technische Panne vermutet. Nach Bekanntwerden zweier Notlandungen von Maschinen der «Flash Airlines» in Athen und Genf in den vergangenen Monaten waren Zweifel an der Sicherheit aufgekommen.

Die Nachforschungen an der Unglücksstelle im Roten Meer sind nach Angaben der französischen Behörden «äußerst schwierig». Im Einsatz sind von diesem Montag an die französische Fregatte «Tourville» mit Sonar-Ausstattung und 16 Tauchern. Der Großteil des Wracks könnte in 1000 Metern Tiefe liegen, wo wegen des Wasserdrucks kein Einsatz von Tauchern mehr möglich ist.

Auch ein Roboter der französischen Marine, der mit Kameras und Greifarmen ausgestattet ist, kann nur bis zu 400 Meter tief ins Meer gelassen werden. Entscheidend für die Aufklärung ist die Ortung der Flugschreiber, die noch nicht gelungen ist.

Am Mittwoch werden Familienangehörige der 133 französischen Opfer im Badeort Scharm el Scheich erwartet. In Befragungen der Hinterbliebenen bemühen sich französische Polizisten um die Identifizierung der Opfer. Erforderlich sind zudem DNA-Tests von gefundenen Leichenteilen.

Die Boeing 737 war am Samstag plötzlich von den Radarschirmen verschwunden und ins Meer gestürzt. Die Maschine war auf dem Weg vom ägyptischen Urlaubsort Scharm el Scheich über Kairo nach Paris. Am Sonntag hatten ägyptische und französische Helfer rund 60 Leichtenteile gefunden.

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