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80 Prozent der Zwölftklässler finden bei Tests Spicken und Abschreiben in Ordnung.

Ältere Schüler finden Schummeln voll O.k.

Lehrer fördern unterschwellig das Spicken

Leipzig - Ob auf Lineal oder Wasserflasche - Spickzettel finden sich überall. Vor allem ältere Schüler greifen oft auf die kleinen Helfer zurück. Gefördert wird das von den Lehrern - wenn auch unterschwellig.

Junge Schüler schummeln bei Klassenarbeiten und Tests deutlich weniger als ihre älteren Mitschüler. Psychologen an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig fanden in Langzeitstudien heraus, dass nur 20 Prozent der Sechsklässler Spicken und Abschreiben in Ordnung finden. Bei den Zwölftklässlern sind es dagegen 80 Prozent. Die Jüngeren haben mehr Angst, erwischt zu werden und argumentieren, Schummeln sei unmoralisch, sagte Studienleiterin Brigitte Latzko im dpa-Interview.

Ausgerechnet Lehrer sorgten oft unterschwellig dafür, dass die Bereitschaft zu mogeln im Laufe der Schullaufbahn größer werde, so die Expertin. Der Leistungsdruck sei oft sehr hoch.

dpa

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