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Besse Cooper wurde 116 Jahre alt.

Zwei Rekordmenschen tot

Älteste und größte Frau der Welt gestorben

Washington - Gleich zwei Rekordfrauen sind zum Ende des Jahres 2012 gestorben. Die Amerikanerin Besse Cooper galt mit 116 Jahren als die älteste Frau der Welt. Mit 2,36 Meter war die Chinesin Yao Defen die "Größte".

Die als ältester Mensch der Welt geltende Amerikanerin Besse Cooper ist am Dienstag im Alter von 116 Jahren im US-Staat Georgia gestorben. Das habe ihre Familie bestätigt, berichtete die örtliche Nachrichtenseite „Logan-GraysonPatch“ am Abend (Ortszeit). Der Sender CNN zitierte Coopers Sohn Sidney mit den Worten, seine Mutter habe ein langes, gutes Leben gehabt. „Ihr Tod war sehr leicht.“

Den Angaben zufolge starb Besse Cooper in Monroe, wo sie seit 1917 lebte und jahrelang an einer kleinen Schule als Lehrerin arbeitete. In der Stadt sei an ihrem 116. Geburtstag am 26. August eine Brücke nach ihr benannt worden. Wie es weiter hieß, führte Cooper ihre lange Lebensdauer darauf zurück, „mich um meine eigenen Angelegenheiten zu kümmern und kein Junkfood zu essen“.

Nach Angaben von CNN rückte Cooper im Januar 2011 in Guinness-Buch der Rekorde zum ältesten Menschen der Welt auf. Dann verlor sie den Rang für kurze Zeit, nachdem eine 48 Tage ältere Brasilianerin ausfindig gemacht worden war. Nach deren Tod im Juni 2011 sei Cooper dann wieder als Rekordhalterin benannt worden.

Nach Angaben der US-Forschungsgruppe Gerontology Research Group ist nunmehr die am 4. April 1897 in Italien geborene und heute in den USA lebende Dina Manfredini mit gut einhundertfünfzehneinhalb Jahren der älteste Mensch der Welt.

2,36 Meter: Größte Frau der Welt tot

Auch die größte Frau der Welt ist tot. Die 2,36 Meter große Chinesin Yao Defen starb schon vor drei Wochen im Alter von nur 40 Jahren in ihrem Heimatort Shucha in der ostchinesischen Provinz Anhui, wie die örtliche Zeitung „Xin'an Wanbao“ berichtete. Der Riesenfrau ging es seit Jahren schon gesundheitlich schlecht. Ein Tumor an der Hirnanhangdrüse hatte das krankhafte Wachstum ausgelöst.

Mit 15 Jahren war Yao Defen bereits über zwei Meter groß. Sie lernte Basketballspielen. Als sie dabei einmal ohnmächtig wurde, stellte der Arzt bei der Untersuchung den Hirntumor fest, der eine Überproduktion von Wachstumshormonen auslöste. Die bäuerliche Familie war sehr arm. Um Geld zu verdienen, wurde Yao Defen im Zirkus zur Schau gestellt. Der Vater starb früh.

Nach mehreren Operationen - die letzte 2006 in Shanghai - ging es Yao Defen zunächst längere Zeit recht gut. „Sie konnte gehen, solange sie einen Stock hatte. Sie konnte Kleider waschen und zu Hause kochen“, berichtete ihre Mutter Wei Xianying der „Xin'an Wanbao“. Doch stürzte die übergroße Frau 2009 im Haus, schlug schwer auf den Kopf auf. Sie überlebte, war seither aber bettlägerig. „Unser Mädchen lag seit drei Jahren im Bett, kam nicht mehr hoch.“

Ihr schweres Schicksal habe Yao Defen tapfer ertragen. Auch bei großen Schmerzen habe sie sich nicht beklagt. „Sie erwähnte niemals das Wort Tod“, berichtete die Mutter. „Sie sagte, sie könne ein hohes Alter erreichen, und bat mich, mir keine Sorgen zu machen.“ Am Morgen des 13. November hatte die Mutter ihr Frühstück gemacht, fand aber, dass ihre Tochter nicht einmal mehr sprechen konnte. Auch die Atmung war sehr schwach, wie das Blatt schrieb. Kurz darauf starb Yao Defen.

„Sie war immer hart im nehmen“, sagte ein Dorfbewohner der Zeitung. „Ich hätte nicht gedacht, dass sie so jung sterben würde.“ Allerdings war früh klar, dass Yao Defen wie viele andere krankhaft große Menschen nur eine geringe Lebenserwartung hatte. Während ihre Größe in chinesischen Medienberichten immer mit 2,36 Meter angegeben wurde, nennt das Guinness-Buch der Rekorde 2,33 Meter. Zuletzt sei die Riesenfrau aber zu schwach gewesen, um gemessen zu werden.

Deutscher Schuhmacher am Werk

Ein deutscher Schuhmacher hatte sie mit Schuhen der Größe 57 versorgt. Georg Wessels aus Vreden in Nordrhein-Westfalen hatte Yao Defen 2006 sogar in ihrem Heimatort besucht, um ihr die Schuhe persönlich zu bringen. Damals lag die Riesin in einem viel zu kleinen Bett und war zu schwach, um aufzustehen. Der Tumor drückte auf andere Teile des Gehirns. Der westfälische Spezialist Wessels versorgt die zehn größten Menschen der Welt seit drei Jahrzehnten auf eigene Kosten mit Schuhen.

dpa

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