Tsunami-Warnung! Erdbeben der Stärke 8,2 vor Alaskas Küste

Tsunami-Warnung! Erdbeben der Stärke 8,2 vor Alaskas Küste
Die mikroskopische Aufnahme zeigt ein versteinertes Spermium. Das Fossil wurde im versteinerten Kokon eines Gürtelwurms in der Antarktis entdeckt. Foto: Dept of Palaeobiology/Swedish Museum of Natural History/dpa

Älteste Spermien der Welt entdeckt

Die weichen Körper von Würmern bleiben selten als Fossilien erhalten. Einen paläontologischen Rekord stellt die Gruppe nun dennoch: die ältesten bisher bekannten Spermien.

Stockholm (dpa) – Die ältesten Spermien der Welt sind 50 Millionen Jahre alt. Sie wurden im versteinerten Kokon eines Gürtelwurms in der Antarktis entdeckt.

Ihren Fund stellt die internationale Forschergruppe um Benjamin Bomfleur vom Naturhistorischen Museum in Stockholm in der Zeitschrift "Biology Letters" der britischen Royal Society vor.

Die Forscher hatten im Elektronenmikroskop die Innenseite eines nur 1,5 Millimeter langen Bruchstücks eines Gürtelwurm-Kokons untersucht. Dabei entdeckten sie verschiedene Einschlüsse, zum Beispiel längliche eingedrehte Fäden und körnige Stäbchen mit peitschenartigem Schwanz. Es seien Einzelteile typischer Gürtelwurmspermien, erklären Bomfleur und seine Kollegen.

Bekannte Vertreter der Gürtelwürmer (Clitellata) sind beispielsweise Regenwurm und Blutegel. An einem leicht verdickten Körperabschnitt – dem sogenannten Gürtel – sondern sie bei der Paarung einen Schleimring mit Eiern und Spermien ab. In diesem werden die Eier dann befruchtet. Es entsteht ein widerstandfähiger Kokon, der mit einer eiweißreichen Flüssigkeit gefüllt ist und so die Versorgung der Larven gewährleistet.

Während von den weichen Würmern und ihren kurzlebigen Spermien kaum Fossilien erhalten sind, finden sich immer wieder solche versteinerten Kokons. Die in der Kokonwand eingeschlossenen Spermien sind ein ganz besonderer Fund, berichten die Forscher. Er stammt aus Meeresablagerungen auf der Antarktischen Halbinsel, die für ihren Fossilienreichtum bekannt sind.

Im Tierreich stammten die mit etwa 40 Millionen Jahren bislang ältesten bekannten Spermien von einem in Bernstein eingeschlossenen Springschwanz. Die nun gefundenen Wurmspermien ähneln denen heute lebender Gürtelwürmer, die als Symbionten auf Krebsen leben. Bomfleur und seine Kollegen erhoffen sich neue Erkenntnisse über die Evolution solcher weichhäutiger Kleinstlebewesen, wenn auch andere versteinerte Kokons genau untersucht werden.

Studie

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Tsunami-Warnung! Erdbeben der Stärke 8,2 vor Alaskas Küste
Ein Erdbeben der Stärke 8,2 hat am Dienstag den Meeresboden vor der Küste des US-Bundesstaats Alaska erschüttert. Experten warnen vor eine zehn Meter hohen Welle. 
Tsunami-Warnung! Erdbeben der Stärke 8,2 vor Alaskas Küste
Tote Eltern eingemauert - beide Tatverdächtige in U-Haft
Es war ein grausiger Fund: Ein offenbar ermordetes Ehepaar aus Mittelfranken ist am Montag eingemauert entdeckt worden. Tatverdächtig sind der Sohn und dessen Ehefrau. …
Tote Eltern eingemauert - beide Tatverdächtige in U-Haft
Extreme Lawinengefahr: Hotel in Südtirol soll evakuiert werden
In Südtirol ist die Lage in einem Gebiet äußerst angespannt. Nach einem Lawinenabgang am Montag sollte Hotelgäste jetzt mit dem Hubschrauber evakuiert werden.
Extreme Lawinengefahr: Hotel in Südtirol soll evakuiert werden
Bluttat an Gesamtschule: 15-Jähriger tötet Mitschüler (14)
Drama im nordrhein-westfälischen Lünen: Am Dienstagmorgen soll ein 15-Jähriger einen Mitschüler (14) an einer Gesamtschule getötet haben. Die Hintergründe sind noch …
Bluttat an Gesamtschule: 15-Jähriger tötet Mitschüler (14)

Kommentare