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Im fünften Monat schwanger fällt Amelia Bannan nach einem schweren Unfall ins Koma. Baby Santino ist die ersten Monate bei seiner Tante Norma (links mit Tochter Maia und Mann).

Sie hatte im fünften Monat einen schweren Unfall

Ärzte sprechen von Wunder: Frau wacht nach Koma auf - mit Baby

Buenos Aires - Happy End für Komapatientin: Ihr Sohn kam zur Welt, während sie im Koma lag. Vier Monate später hat die Argentinierin Amelia Bannan ihr Kind nun zum ersten Mal erblicken können.

Für die Ärzte und die Familie ist es ein Wunder. Eigentlich sogar zwei Wunder. Die junge Mutter, eine Polizistin, hatte im November 2016 einen schweren Autounfall. Da war sie gerade im fünften Monat schwanger. Das Auto mit ihrem Mann Cristian Espindola am Steuer kam im Nordosten Argentiniens von der Straße ab. Amelia erlitt eine schwere Schädelfraktur und wurde daraufhin in ein Koma versetzt.

Während sie im Koma lag, verlief ihre Schwangerschaft nach Plan. Die Ärzte im Madariaga Hospital holten den kleinen Jungen am Weihnachtsabend per Kaiserschnitt auf die Welt – vollkommen gesund.

Der Vater gab ihm den Namen Santino – spanisch für „Kleiner Heiliger“. Ihre Familie, vor allem Amelias Schwester Norma, kümmerte sich fortan um den Sohn. „Und jeden Tag um 6 Uhr abends brachte sie das Baby zu Amelia“, erzählt ihr Bruder Cesar.

Dann geschah das zweite Wunder: Am Donnerstag vor Ostern hörte der Bruder jemanden „Ja“ sagen, als er in Amelias Krankenhauszimmer kam. „Wir gingen näher zu ihr hin und es war sie. Es war ein sehr bewegender Moment“, schildert der Bruder das Wiedersehen mit seiner aus dem Koma erwachten Schwester.

Die Familie ist sich sicher, dass es der Kontakt mit ihrem Baby war, der zu ihrer wundersamen Genesung führte.

Als Amelia ihr Baby das erste Mal sieht, glaubt sie zunächst, es sei ihr Neffe. Ihre Familie klärt das Missverständnis auf und langsam kehrt bei Amelia die Erinnerung zurück. Die 34-Jährige habe erst undeutlich gesprochen, sich schließlich aber verständlich gemacht, erzählt ihr Bruder. „Die Ärzte sagen, dass Amelia jeder wissenschaftlichen Logik getrotzt hat, dass ihr Fall wirklich ein Wunder ist.“

Bis Amelia sich selbst um ihr Kind kümmern kann, wird es aber wohl noch eine Zeit dauern. „Amelia ist jung und trotz ihrer Hirnverletzung überrascht sie uns“, sagt der Neurochirurg Marcelo Ferreira. „Sie hat noch viel zu geben.“ Die junge Mutter brauche aber „Zeit und alle müssen geduldig sein.“ 

NAM

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