Ahmadinedschad lehnt UN-Ultimatum ab

- Teheran - Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat am Dienstag die vom Weltsicherheitsrat geforderte Einstellung der umstrittenen Urananreicherung abgelehnt. "Wir werden uns Drohungen und Ultimaten nicht beugen", sagte Ahmadinedschad drei Tage vor Ablauf des UN-Ultimatums auf einer Pressekonferenz in Teheran. "Der Weltsicherheitsrat sollte vom Westen nicht instrumentalisiert werden", betonte Ahmadinedschad, denn die friedliche Nutzung der Nukleartechnologie sei das Recht des iranischen Volkes.

Auf die Frage, was er tun würde, falls UN-Generalsekretär Kofi Annan ihn direkt auffordern würde, die Urananreicherung einzustellen, sagte Ahmadinedschad: "Unsere Position ist ganz klar, auch Herr Annan weiß, dass er nicht etwas fordern kann, was jenseits der international anerkannten Regeln steht." Der Präsident bezog sich auf den Atomwaffensperrvertrag, der jedem Unterzeichnerland die zivile Nutzung der Atomtechnologie gewährt.

"Wir haben dem Westen in unserer Antwort auf das Vorschlagpaket bereits ausführlich und transparent vorgelegt, und wir hoffen dass der Westen unser Angebot auf Verhandlungen annimmt und diese einzigartige Chance wahrnimmt," sagte der Präsident weiter. Falls es aber zu Sanktionen seitens der UN kommen sollte, "dann wird Iran dementsprechend handeln", erklärte er ohne Einzelheiten zu nennen.

Das höchste UN-Gremium hat die Regierung in Teheran ultimativ aufgerufen, bis zum Monatsende die Urananreicherung auszusetzen. Im Gegenzug hatten die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats und Deutschland dem Iran wirtschaftliche und technische Vorteile der westlichen Staatengemeinschaft angeboten. Im Falle einer Ablehnung hatten die mit Sanktionen gedroht.

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