Auch Tatwaffe wurde sichergestellt

Jahrhundertdiebstahl von Ahornsirup aufgeklärt

Montreal - Diebe haben in Kanada 3000 Tonnen Ahornsirup im Wert von knapp 20 Millionen Dollar entwendet. Ermittlern ist es nun gelungen, die Drahtzieher zu verhaften und die Tatwaffe sicherzustellen.

Nach dem Jahrhundertdiebstahl des süßesten Lebensmittels der Kanadier ist die Polizei dem vermissten Ahornsirup auf die Spur gekommen. Nach einer mehrmonatigen Jagd durch mehrere Bundesstaaten und auch durch die USA seien jetzt drei Verdächtige festgenommen worden, die als Drahtzieher des Diebstahls von knapp 3000 Tonnen Ahornsirup im Wert von knapp 20 Millionen Dollar - umgerechnet 15,3 Millionen Euro - gelten, teilte ein Sprecher der Polizei in Quebec am Dienstagabend (Ortszeit) mit. Nach fünf weiteren Verdächtigen werde gefahndet. Im Laufe der Ermittlungen seien etwa zwei Drittel des entwendeten dickflüssigen Sirups, der mit bis zu 40 Dollar pro Liter mehr als so mancher Wein kostet, sichergestellt worden.

Der Diebstahl war so zähflüssig wie die Beute und dauerte von August 2011 und Juli 2012. In dieser Zeit leerten die Diebe die in einem unbewachten Lagerhaus in Saint-Louis-de-Blandford, etwa 100 Kilometer südwestlich von Quebec, abgestellten Holzfässer. „Tatwaffe“ war ein einfacher Gartenschlauch, mit dem sie den Sirup in eigene Behälter abfüllten. Um das Abzapfen zu vertuschen, füllten sie die Fässer mit Wasser.

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Der Diebstahl wurde erst bei einer Routinekontrolle entdeckt, die „nationale Katastrophe“ in Kanada schien perfekt. Die Vereinigung der Ahornsirup-Produzenten konnte die besorgte Nation jedoch mit Hinweis auf eine „strategische Reserve“ beruhigen.

Ahornsirup ist in Kanada und den USA ein beliebtes Nahrungsmittel, wird gerne dick auf Pfannkuchen aufgetragen. Französische Siedler lernten wohl im 17. Jahrhundert von den Algonquin-Indianern das süße Geheimnis, wie der Sirup aus den Ahornbäumen gezapft wird. Später perfektionierten die Siedler die Technik mit eigenen Zapfhähnen in den Baumstämmen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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