1300 Menschen werden vermisst

Tragische Szenen im Kreis Ahrweiler: Videos zeigen erschreckendes Ausmaß der Hochwasser-Katastrophe

  • Felix Herz
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Im Westen Deutschlands spielen sich weiter dramatische Szenen ab. Bilder zeigen das ganze Ausmaß der Katastrophe. Aktuell werden 1300 Menschen vermisst.

Bad Neuenahr-Ahrweiler/Bruchsal – Die Folgen der Hochwasser-Katastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sind dramatisch. Ohne Pause kämpfen die Einsatzkräfte um das Leben der Menschen und versuchen die Ausmaße des bereits als Jahrhundert-Flut betitelten Hochwassers einzuschränken. Aktuellen Berichten zufolge seien über 1.000 Angehörige der Polizei, Feuerwehr, Bundeswehr, THW, DRK und vieler weiterer Katastrophenschutzeinheiten Deutschlands im Einsatz. Weitere Hilfe wurde angefordert, darunter vor allem Sanitäts- und Transporteinheiten sowie noch mehr Einsatzkräfte der Bundeswehr.

Rheinland-Pfalz: Hochwasser trifft Ahrweiler besonders schlimm

Der Landkreis Ahrweiler leidet stark unter den Folgen der Hochwasser-Katastrophe. Im Kreis Bad Neuenahr-Ahrweiler werden aktuell 1300 Menschen vermisst, zudem gibt es laut Sprecherin der Kreisverwaltung weitere Todesopfer zu beklagen – genaue Zahlen wurden jedoch nicht genannt. Des Weiteren wurde bestätigt, dass das Mobilfunknetz zusammengebrochen sei, wodurch viele Menschen nicht erreichbar seien. Man arbeite derzeit intensiv daran, die Grundversorgung wiederherzustellen – also die Instandsetzung der Wasser-, Strom- und Gasversorgung. Die Schulen sollen derweil geschlossen bleiben. Im gesamten Kreisgebiet seien derzeit rund 3500 Menschen in Betreuungseinrichtungen untergebracht.

Hochwasser-Katastrophe in Rheinland-Pfalz: Weitere Einsatzkräfte unterwegs

Aus Bruchsal, einer Stadt Baden-Württembergs in der Nähe von Karlsruhe, haben sich nun 200 Einsatzkräfte mit 100 Krankenwägen auf den Weg in Richtung der betroffenen Regionen rund um Ahrweiler in Rheinland-Pfalz gemacht. Das Innenministerium des Landes hatte die zusätzliche Unterstützung angefordert. Sie werden dabei helfen, Patienten aus Krankenhäusern, Pflegeheimen und sonstigen Einrichtungen zu verlegen. Das teilte die Stadt Bruchsal mit. Es bleibt derzeit nur zu hoffen, dass es nicht zu weiteren starken Regenfällen kommt und die Einsatzkräfte erfolgreich Hilfe leisten können.

Schockierende Nachrichten aus Sinzig (Kreis Ahrweiler): Für ein Behindertenheim kam jede Hilfe zu spät. Die Flut des Hochwassers war zu schnell und fordert aktuellen Berichten zufolge zwölf Todesopfer. (fh) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Christoph Reichwein

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