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Eine Gruppe von Flüchtlings-Aktivisten hat sieben weiße Gedenkkreuze für die Mauertoten am Spreeufer neben dem Reichstag entfernt.

Kritik aus der Politik

Aktivisten entfernen Gedenkkreuze für Mauertote

Berlin - Kurz vor dem Mauerfall-Jubiläum verschwinden Gedenkkreuze für Mauertote in Berlin. Aktivisten wollen mit dem Diebstahl auf andere Grenzen aufmerksam machen.

Flüchtlings-Aktivisten haben vor dem Jubiläum des Mauerfalls in Berlin Gedenkkreuze für die Mauertoten am Spreeufer neben dem Reichstag entfernt. Zu der Aktion bekannte sich am Montag eine Gruppe von Aktionskünstlern, das „Zentrum für politische Schönheit“. Die weißen Kreuze sollten an die Außengrenzen der EU gebracht werden, sagte deren Sprecher Philipp Ruch. Die Berliner CDU reagierte entsetzt.

Die Installation am Reichstag war von einem privaten Verein zur Erinnerung an die Opfer der deutschen Teilung aufgestellt worden. Die sieben weißen Kreuze erinnern auf Vorder- und Rückseite an 13 namentlich genannte sowie die unbekannten Opfer der Mauer. Die Polizei habe nach dem Diebstahl von Amts wegen ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, sagte ein Sprecher.

Aktivisten werben mit Aktion für Kampagne

Berlins CDU-Fraktionschef Florian Graf zeigte sich erschüttert. „Der Diebstahl von Mauerkreuzen entwürdigt das Andenken an die Menschen, die für ihre Freiheit gestorben sind, und überschreitet jede moralische Form von Auseinandersetzung in der Sache“, erklärte Graf.

Die Aktivisten werben mit der Aktion für eine Kampagne, bei der sie zum Jahrestag des Mauerfalls am 9. November in Südeuropa Löcher in Grenzanlagen schneiden wollen. Das „Zentrum für Politische Schönheit“ war in der Vergangenheit unter anderem mit einer Aktion gegen den Waffenhersteller Krauss-Maffei-Wegmann (KMW) aufgefallen. Im Namen von Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) versprachen sie zudem, mit einer vermeintlichen „Kindertransporthilfe des Bundes“ syrische Flüchtlinge nach Deutschland zu bringen.

dpa

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