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Südkoreanische Aktivisten senden Ballons mit Flugblättern und Datenträgern nach Nordkorea, um die isolierte Bevölkerung über Menschenrechtsverletzungen in ihrem Land aufzuklären. 

Auch USB-Sticks

Aktivisten: Flugblätter via Ballons nach Nordkorea

Paju - Südkoreanische Aktivisten haben erneut hunderttausende Flugblätter und Datenträger an Ballons über die Grenze nach Nordkorea fliegen lassen.

Mit zu den Sendungen vom Mittwoch hätten USB-Sticks, auf denen Material zu Menschenrechtsverletzungen in Nordkorea gespeichert war, sowie tausend Ein-Dollar-Noten und 50 Mini-Transistorradios gehört, sagte der Leiter der Human Rights Foundation, Thor Halvorssen. Die in den USA ansässige Stiftung unterstützte die Aktivisten in der Grenzstadt Paju. Nordkorea hatte zuletzt mit militärischer Gewalt gegen derartige Aktionen gedroht.

Auf jedem der 1500 USB-Sticks war nach Auskunft Halvorssen Material der Online-Enzyklopädie Wikipedia zu Menschenrechtsverletzungen im Norden gespeichert. Halvorssen bezeichnete die Datenspeicher als bestens geeignet, da sie "klein, versteckbar und leicht verteilbar" seien und "große Datenmenge" verbreiten könnten. Die Aktion wurde von einer nordkoreanischen Aktivistengruppe organisiert, die bereits wiederholt Ballons mit Flugblättern über die Grenze geschickt hatte. Die südkoreanische Polizei sieht die Aktionen kritisch, da Nordkorea mit Vergeltung gedroht hat.

Die Bevölkerung im kommunistischen Nordkorea ist vom Rest der Welt nahezu vollständig isoliert. Mobiltelefone wurden in Zusammenarbeit mit einem ägyptischen Unternehmen erst 2008 eingeführt, ihre Nutzung unterliegt jedoch starken Restriktionen. Im selben Jahr führte die Regierung ein bescheidenes Intranet ein. Nur an der Grenze können Nordkorea unter großer Gefahr mit aus China geschmuggelten Handys über chinesische Server internationale Telefongespräche führen. Der Empfang ausländischer Fernsehsender ist streng verboten.

AFP

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