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Ein Albinokind in Abuja, Nigeria hat Tränen in den Augen. Tausende Albinos sind in Ostafrika ständig auf der Flucht - wegen ihrer weißen Haut müssen sie fürchten, Opfer eines Ritualmords zu werden. (Archivbild 2008)

Körperteile sollen magische Kräfte haben

Albino-Kind verstümmelt: Sieben Festnahmen

Dodoma - Nach der brutalen Verstümmelung eines Albino-Kindes in Tansania hat die Polizei des ostafrikanischen Landes mehrere Verdächtige festgenommen.

Sieben Verdächtige seien festgenommen worden, sagte der Vizepolizeichef der Region Rukwa im Südwesten Tansanias, Leons Rwegasira, am Dienstag im staatlichen Fernsehen. "Die Ermittlungen dauern an." Angreifer hatten nach Polizeiangaben am Samstag einem sechsjährigen Jungen mit einer Machete eine Hand abgehackt. Zuvor hatten sie seine Mutter verprügelt, weil sie ihren Sohn nicht aushändigen wollte. Mutter und Sohn werden im Krankenhaus behandelt.

Selbsternannte Zauberer missbrauchen Körperteile für Rituale

Trotz eines Verbots verwenden selbsternannte Zauberer in Tansania immer wieder die Körperteile von Albinos für ihre Rituale. Albinos, denen Farbpigmente in Haut, Haaren und Augen fehlen, gelten in dem Land und anderen Teilen Afrikas als Glücksbringer und Vorboten von Reichtum. Ihre Körperteile werden nach UN-Angaben für umgerechnet je rund 500 Euro verkauft, ein ganzer Leichnam wird mit bis zu 65.000 Euro gehandelt. Allein in Tansania wurden seit dem Jahr 2000 mindestens 75 Albinos ermordet, darunter viele Kinder.

AFP

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