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Bereits 2018 präsentierte die Polizei einen ähnlichen Fund in Bananenkisten. (Archivbild)

In Bananenkisten

Irrer Koks-Fund bei Aldi: Hunderte Kilo Kokain entdeckt

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In mehreren Filialen einer Discounter-Kette sind große Mengen des Rauschgiftes Kokain gefunden worden. Die Ware wurde in Bananenkisten entdeckt.

Rostock - Mehrere Hundert Kilogramm Kokain konnte die Polizei in Mecklenburg Vorpommern am Mittwoch sicherstellen. Das teilte das zuständige Landeskriminalamt mit. 

Die Drogen wurden in mehreren Filialen eines Discounters in Bananenkartons aus Lateinamerika entdeckt. Laut der Deutschen Presseagentur soll es sich dabei um Aldi Nord handeln. Mitarbeiter mehrerer Filialen hatten das Kokain „ziemlich zeitgleich“ gefunden und dann die Polizei verständigt, wie Dr. Anna Lewerenz von LKA Mecklenburg-Vorpommern gegenüber der Ippen-Digital-Zentralredaktion * bestätigte. 

Daraufhin wurden auch die anderen Filialen der Discounter-Kette informiert. Am Ende konnten in insgesamt sechs Filialen, sowie im zentralen Auslieferungslager für das Bundesland, etliche Drogen-Päckchen sichergestellt werden. 

Kokain-Fund bei Aldi: „Nicht ganz ungewöhnlich“

Der genaue Wert der Drogen stehe zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest, da auch die konkrete Mengenangabe noch fehle, er geht aber in die Millionen, erklärte Lewerenz weiter. 

Woher genau die Bananen-Koks-Kisten kamen und warum diese in den Lagern des Discounters landeten, ist derzeit noch Teil der laufenden Ermittlungen. Allerdings sei ein solcher Fund „nicht ganz ungewöhnlich“, bestätigte auch das LKA Mecklenburg Vorpommern. Immer wieder werden große Mengen verschiedener Drogen in Lieferungen versteckt und landen dann teils in Supermarkt-Lagern. 

Erst im vergangenen Sommer wurden knapp 100 Kilogramm Kokain ebenfalls in Bananenkisten entdeckt. Ein halbes Jahr zuvor waren in einem Rewe-Supermarkt im bayerischen Kiefersfelden ebenfalls Kokain-Päckchen gefunden worden, wie Merkur.de* berichtete. In diesem Fall konnte die Polizei auch den Lieferweg der Drogen zumindest teilweise herausfinden.

Netz lacht über Drogen-Fund: „Aufgepasst: Koks-Wochen“

Im Netz sorgte der Koks-Fund bereits für Erheiterung. Ein Twitter-User schrieb etwa in Anspielung auf einen Werbe-Slogan eines Discounters: „Zu Aldi geh ich nicht mehr. Die strecken mir das Koks zu sehr.“ „DANN GEH DOCH ZU NETTO!“ Ein anderer schrieb „Aufgepasst: Es sind wieder Koks-Wochen bei Aldi!“

Der ehemalige kolumbianische Nationalspieler Jhon Viáfara soll Kokain für das Drogenkartell Cal del Golfo geschmuggelt haben. Jetzt wurde er an die USA ausgeliefert.

rjs

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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