1. Startseite
  2. Welt

Baldwin-Drama: Post zeigt vermutlich letztes Foto der Kamerafrau Hutchins - schwerwiegender Vorfall enthüllt

Erstellt:

Von: Jennifer Lanzinger

Kommentare

Nach dem tödlichen Baldwin-Schuss am Filmset kündigen Ermittler eine Pressekonferenz an. Bereits jetzt scheint klar: Am Set hat es offenbar große Mengen echter Munition gegeben.

Santa Fe - Es klingt wie ein absoluter Albtraum, den die Anwesenden in Santa Fe vor knapp einer Woche durchleben mussten.

Nach dem tödlichen Schuss am Filmset von US-Star Alec Baldwin wollen Behörden schon bald erste Ermittlungsergebnisse präsentieren. Währenddessen erhebt ein Kollege schwere Anschuldigungen. Gleich mehrere Mitarbeiter hätten ihren Job nicht richtig ausgeführt. Der Beleuchter des Filmsets veröffentlicht auch die letzte Aufnahme, die von der getöteten Kamerafrau existiert.

Tödliches Baldwin-Drama: Filmcrew soll nur Stunden vorher mit echter Munition auf Dosen geschossen haben

Die genauen Hintergründe sind auch knapp eine Woche nach dem tödlichen Schuss in Santa Fe ungeklärt. Am Mittwoch wollen Ermittler erstmals öffentlich in einer Pressekonferenz zu den laufenden Ermittlungen Stellung nehmen. Zuvor hatte bereits ein Kollege der getöteten Kamerafrau seiner Trauer freien Lauf gelassen. Mit einem bewegenden Facebook-Post erinnerte Serge Svetnoy an seine Kollegin – und nach eigenen Angaben auch gute Freundin.

Der Beleuchter des Filmsets erhob in dem Statement jedoch auch schwere Vorwürfe. Drei namentlich nicht genannte Personen wären für das tragische Unglück verantwortlich.

Bereits kurz zuvor hatte Svetnoy, ebenfalls auf Facebook, das vermutlich letzte Bild mit der kurz darauf getöteten Kamerafrau Halyna Hutchins gepostet. Darauf zu sehen ist die Film-Crew am Set, offenbar scheint die Szene in einer nachgebauten Kirche gedreht worden zu sein. Die 42 Jahre alte Kamerafrau ist auf der Aufnahme von hinten zu sehen, mit einer dicken Jacke, einer Mütze und Kopfhörern bekleidet.

Bislang noch unklar ist, ob und wenn ja, gegen wen, eine Strafverfolgung möglich ist. Die zuständige Bezirks-Staatsanwältin Mary Carmack-Altwies erklärte im Gespräch mit der New York Times, dass bislang keine Möglichkeit ausgeschlossen sei. Aktuell stünden im Mittelpunkt der Ermittlungen ballistische Untersuchungen, um zu klären, welche Art von Munition verwendet wurde – und wie sie in die Waffe hineinkam.

Baldwin-Vorfall: Ermittler kündigen Pressekonferenz an - Wird Anklage erhoben?

Doch bereits jetzt sei klar, dass es am Set „große Mengen“ von Munition gegeben habe. Wie die dpa unter Berufung auf die Nachrichtenseite The Wrap berichtet, sollen einige Crewmitglieder in ihrer Freizeit mit scharfer Munition auf Bierdosen geschossen haben. Die Quellen der Nachrichtenseite wurden namentlich nicht genannt. Ein solcher Vorfall soll auch wenige Stunden vor dem tödlichen Vorfall stattgefunden haben. Eine der genutzten Waffen soll kurz darauf an den Schauspieler Alec Baldwin gereicht worden sein.

Nach dem Drama am Filmset brodelt die Gerüchteküche. Ein Regieassistent soll bereits zwei Jahre vor dem tödlichen Alec-Baldwin-Schuss für Ärger gesorgt haben.

Auch interessant

Kommentare