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Tödlicher Baldwin-Schuss: Crew-Mitglied platzt der Kragen - Schauspieler kommentiert derbes Statement

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Von: Jennifer Lanzinger

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Nach dem tödlichen Baldwin-Schuss am Filmset von „Rust“ ist die Schuldfrage noch immer nicht geklärt. Einem Crew-Mitglied platzt nun jedoch der Kragen, der Schauspieler kommentierte das Statement.

Santa Fe - Nach dem tödlichen Schuss am Filmset in Santa Fe ist die genaue Unglücksursache noch immer nicht eindeutig geklärt. Während die Waffenmeisterin jegliche Schuld von sich weist, platzt einem Crew-Mitglied nun der Kragen. Die Kostümbildnerin veröffentlicht in den sozialen Netzwerken ihre Sicht der Dinge, Alec Baldwin kommentiert das Statement ebenfalls.

Nach tödlichem Baldwin-Schuss: Crew-Mitglied platzt der Kragen - Schauspieler kommentiert heftiges Statement

Nach dem Tod der Kamerafrau Halyna Hutchins ist die genaue Schuldfrage noch immer nicht geklärt. Die 42-Jährige war bei den Dreharbeiten zum Western „Rust“ von Schauspieler Alec Baldwins Filmwaffe tödlich getroffen worden, Regisseur Joel Souza war von der Kugel an der Schulter getroffen worden. Nachdem Medien bereits über eine mögliche Schuld des Regieassistenten spekuliert hatten, äußerte sich dieser nun mit einer in der New York Post veröffentlichten Erklärung.

Alec Baldwin selbst feuerte nicht nur unabsichtlich den tödlichen Schuss in Richtung der Kamerafrau, er wirke bei dem Film auch als Produzent mit. Der 63-Jährige gilt somit auch als Verantwortlicher der Bedingungen vor Ort, die bereits kurz nach dem tödlichen Unglück von mehreren Crew-Mitgliedern stark kritisiert worden waren. Wie die LA Times berichtet, soll es bereits vor dem Vorfall Sorge über die Sicherheit und auch Skepsis gegenüber der relativ unerfahrenen Waffenmeisterin gegeben haben. Ein Mitglied der Filmcrew sagte demnach der Zeitung, dass vor dem tödlichen Vorfall mindestens drei weitere Male Waffen mit Platzpatronen losgingen, obwohl sie eigentlich ungeladen hätten sein sollen. Auch dass es teils während der Produktion keinen Arzt am Set gab, sei Grund für Besorgnis gewesen.

Schauspieler Alec Baldwin teilt heftiges Statement - Kostümbildnerin äußert sich zu Vorwürfen

Wie der Polizeibericht enthüllt hatte, soll der Regieassistent Baldwin die geladene Waffe überreicht haben. Dem Bericht zufolge soll der Regieassistent bereits eingeräumt haben, die Sicherheitsvorkehrungen nicht strikt befolgt und die Waffe nur unvollständig geprüft zu haben. Dessen Anwältin weist die Vorwürfe jedoch zurück, das Prüfen der Waffe sei vielmehr die Aufgabe der Waffenmeisterin gewesen. Die 24-Jährige hatte zuvor Vorwürfe der Nachlässigkeit am Set zurückgewiesen: Sie habe „keine Ahnung“, wo die scharfe Munition hergekommen sei, ließ diese über ihre Anwälte mitteilen.

Auch zu lange Arbeitszeiten und nicht angemessene Hotels hätten Crew-Mitglieder bereits vor dem tödlichen Schuss kritisiert. Die Kritik an der Produktion hat nun jedoch die Kostümbildnerin des Films strikt zurückgewiesen. Terese Magpale Davis hatte in den sozialen Netzwerken mit den Vorwürfen aufgeräumt. „Ich habe diese Erzählung so satt“ und „Die Geschichte, dass wir überarbeitet und von unsicheren, chaotischen Bedingungen umgeben waren, ist Bull***t“, macht die Kostümbildnerin ihrem Unmut Luft. So sei die von manchen Crew-Mitgliedern aufgestellte Behauptung, mehr als zwölf Stunden täglich am Set gearbeitet zu haben, nicht wahr.

Wer ist Schuld am tödlichen Baldwin-Schuss? Crew-Mitglied veröffentlicht ausführliches Statement

„Das waren die zugänglichsten und herzlichsten Produzenten, mit denen ich je gearbeitet habe. Beschwerden wurden angehört und bearbeitet. Sogar diesen Kamera-Trotteln wurde zugehört und viele Forderungen auch erfüllt, bis es zu viel wurde“, erklärt Terese Magpale Davis weiter. So hätten einige Kamera-Leute schönere Hotelzimmer gefordert. Dieser Teil der Crew sei kurz darauf ersetzt worden. Alec Baldwin äußerte sich bislang zu den Vorwürfen am Filmset nicht, der 63-Jährige teilte jedoch das Statement der Kostümbildnerin mit den Worten: „Lest das“.

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