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Gebannt am TV: Joshua mit dem gebastelten Astronautenhelm.

Nun gibt es eine besondere Überraschung

Mini-Astronaut (4) fiebert mit Alexander Gerst mit - dieses Foto geht um die Welt

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Was kann beim Raketenstart schon schiefgehen, wenn man solche Unterstützung auf der Erde hat? Das Foto eines vierjährigen Knirpses löst ein gewaltiges Medien-Echo aus. Nun steht ein ganz besonderes Erlebnis an.

Joshua, vierjähriger Knirps aus Bottrop, fieberte am Mittwoch vor dem Fernseher mit, wie der deutsche Astronaut Alexander Gerst und seine zwei Kollegen in der Sojus-Rakete in den Weltall starteten.

Das Foto, das seine Mutter von dem Mini-Astronauten auf der Wohnzimmercouch machte, postete sie auf Twitter – und löste eine Lawine aus. „Die ganze Welt ruft an“, erzählt Anika Tauras im Gespräch mit der tz. Ständig klingle das Handy, und am Freitagvormittag seien zwei Rundfunksender und ein Fernsehteam zu Gast gewesen. Aus den USA habe es Reaktionen gegeben, aus Kanada, Frankreich, Australien und Russland.

Auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat sich gemeldet. „Sie haben uns nach Berlin eingeladen, wo es am 4. September einen Live Call zur Raumstation ISS gibt“, sagt Anika Tauras. „Da darf Joshua Alexander Gerst eine Frage stellen.“ Was er fragen wird, weiß der Bub noch nicht. „Er hat das noch gar nicht so ganz begriffen“, meint seine Mutter. Die 37-Jährige tut sich auch noch schwer, den ganzen Rummel zu verdauen.

Astronaut Alexander Gerst an Bord der ISS: Alle News im Ticker

Das Kinderzimmer von Joshua ist ein kleines Universum

Es fing ganz harmlos an. Am Mittwochmorgen habe sie Joshua erzählt, dass der Raketenstart im Fernsehen gezeigt werde. Das wollte ihr Sohn natürlich miterleben. „Seit etwa einem Jahr dreht sich bei ihm alles um Raketen und Weltall, er kennt sich da fast schon besser aus als ich.“ Im Kinderzimmer sind Bettdecke und Kissen aus Stoffen mit Astronautenmotiven, Schlafanzug, Hose und sogar die Unterwäsche haben dasselbe Motiv. Anika Tauras näht alles selbst und verkauft sie in ihrem Shop für Baby- und Kinderkleidung Kleiner Punkt in Bottrop.

Faszinierend: Das Foto zeigt die Annäherung einer Sojuskapsel an die ISS.

Joshua saß dann gebannt vor dem Fernseher, seinen Astronautenhelm auf dem Kopf, den ihm seine Mama samt stilechtem Anzug zu Karneval aus einem Luftballon, Eisschalen und Pappmaché gebastelt hatte, neben sich den Sauerstofftank (aus Cornflakespackung, Wasserflaschen und silberner Acrylfarbe gebaut). In der Hand hatte der Vierjährige einen DLR-Leuchtkuli, auf den Beinen seinen Astronautenausweis.

Dass Alexander Gerst nach 34 Erdumrundungen – die nötig waren, um mit optimaler Geschwindigkeit in die Andockposition zu kommen – am Freitag endlich an der Raumstation ISS ankam, dürfte für Joshua ziemlich weit weg sein. Ungefähr genauso weit weg wie der Besuch in Berlin. Aber dass er jetzt erst einmal von der DLR ein Autogramm von Alexander Gersts erster Weltraummission bekommt (und nach dessen Rückkehr noch ein zweites), darüber freue er sich riesig.

Die Frage nach Joshuas Berufswunsch hätten wir uns sparen können. „Wenn er groß ist, will er ins Weltall“, sagt seine Mutter. Dann fiebern vielleicht andere Buben mit Astro-Joshua mit. 

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