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Während es auf der Erde knallt, machen Deutschland, Russland und USA im All gemeinsame Sache

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Von: Patrick Freiwah

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Internationale Raumstation ISS im Januar 2022: Deutsche, Russen und Amerikaner befinden sich gemeinsam an Bord
Internationale Raumstation ISS im Januar 2022: Deutsche, Russen und Amerikaner befinden sich gemeinsam an Bord. © NASA via CNP/Imago

Auf dem Planeten Erde gibt es große Probleme zwischen Großmächten. Auf der ISS im All machen Astronauten der beteiligten Länder gemeinsame Sache. Muss nun reagiert werden?

München/Paris - Im Ukraine-Konflikt stehen die Zeichen weiter auf Eskalation (News-Ticker) und die Fronten scheinen verhärtet. Während ein Dialog zwischen den Großmächten auf dem Planeten Erde derzeit ausgesprochen schwierig erscheint, gehen Astronauten der beteiligten Länder im All ungehindert ihrer Arbeit nach.

Denn auf der internationalen Raumstation ISS sind Kosmonauten aus verschiedenen Kontinenten stationiert, um für mehrere Programme Forschungsarbeit zu leisten. Im Rahmen des Projekts „Exomars“ ist auch der deutsche Astronaut Matthias Maurer* an Bord, arbeitet gemeinsam mit russischen und US-amerikanischen Kollegen. Es handelt sich also um jene Länder, die abgesehen von der Ukraine Hauptprotagonisten des derzeitigen Konflikts sind.

All: Trotz Ukraine-Konflikt arbeiten Astronauten der zerstrittenen Großmächte zusammen

Der Chef der europäischen Weltraumbehörde Esa hat sich zur Mission im All geäußert und dazu, ob es aufgrund der dramatischen Vorkommnisse des Ukraine-Konflikts zu entsprechenden Sanktionen bzw. dem Abbruch der internationalen Zusammenarbeit kommt.

„Ungeachtet des aktuellen Konflikts bleibt die Zusammenarbeit in der zivilen Raumfahrt eine Brücke“, erklärte Josef Aschbacher (Österreich) in einem Statement auf Twitter.

All: Exomars-Programm soll unabhängig von Ukraine-Konflikt im Herbst 2022 nach Leben auf dem Mars suchen

Das Exomars-Programm ist speziell ein europäisch-russisches Weltraumprojekt, bei dem es um die Suche nach Spuren von Leben auf dem Mars geht. Unabhängig vom Ukraine-Konflikt soll im zweiten Teil der Mission im All im Herbst 2022 mit einem Rover an Bord in Richtung des Roten Planeten gestartet werden. Schon jetzt ist übrigens das Ende der „International Space Station“ anvisiert. Der Zeitpunkt steht fest, an dem die ISS auf einem Weltraumfriedhof landen soll:

Derweil hat die russische Seite die Vereinigten Staaten vor einer überstürzten Auflösung der Weltraum-Kooperation gewarnt. Die European Space Agency umfasst 22 Mitgliedsstaaten und hat ihren Hauptsitz in Paris. Seit 1990 gibt es ein Kooperationsabkommen zwischen der europäischen Behörde und der russischen Weltraumorganisation Roskosmos.

Bei einer gewöhnlichen Forschungsreihe entdeckten Astrophysiker kürzlich im Weltraum ein unbekanntes Objekt*. (PF) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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