Allianz zwischen Terroristen in Kuwait und Saudi-Arabien

- Riad - Nach den jüngsten Zusammenstößen zwischen mutmaßlichen islamistischen Terroristen und Sicherheitskräften in Kuwait mehren sich die Hinweise auf eine Zusammenarbeit zwischen Extremisten aus dem Golfemirat und dem Nachbarland Saudi-Arabien.

Ein Mitarbeiter des Innenministeriums in Riad sagte am Dienstag, Sicherheitskräfte hätten einen saudi-arabischen Verdächtigen, der möglicherweise an der Schießerei südlich von Kuwait-Stadt vor einer Woche beteiligt gewesen sei, an der Grenze zwischen beiden Ländern festgenommen. Ein saudi- arabischer Extremist kam bei dem Schusswechsel in Kuwait ums Leben.

Die arabische Zeitung «Al-Sharq Al-Awsat» berichtete am Dienstag, das Haus, in dem sich die mutmaßlichen Terroristen versteckt hatten, gehöre einem Soldaten, der früher für das kuwaitische Innenministerium gearbeitet habe. Dieser habe das Ministerium wenige Monate zuvor verlassen, und dies damit begründet, dass «Geld der Regierung nach dem Islam als illegal anzusehen ist». In Kuwait war es auch während des US-Aufmarschs für den Irak-Krieg relativ friedlich geblieben. Das Königreich Saudi-Arabien wird dagegen seit Mai 2003 von einer Welle von Terroranschlägen durch El-Kaida-Extremisten heimgesucht, die schon mehr als 120 Todesopfer gefordert hat.

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