Alpenmord: Mädchen verlässt Krankenhaus

Paris - Die siebenjährige Tochter des getöteten Irakers beim mysteriösen Vierfachmord in den französischen Alpen ist aus dem Krankenhaus entlassen worden. Sie ist nun bei ihrer Schwester.

Eineinhalb Wochen nach dem mysteriösen Vierfachmord in den französischen Alpen ist das bei der Tat schwer verletzte siebenjährige Mädchen aus dem Krankenhaus in Grenoble entlassen worden. Die Tochter von zwei der Getöteten sei nun an einem geheimen Ort in Großbritannien, bestätigte die Gendarmerie am Freitag. Die Ermittler hatten anfangs große Hoffnungen an eine mögliche Zeugenaussage des Mädchens geknüpft. Zuletzt wollten sie sich allerdings nicht mehr konkret zum Stand der Vernehmung äußern.

Bei der Bluttat wurden in der vergangenen Woche in der Nähe des französischen Orts Chevaline ein in England lebendes Ehepaar sowie die Mutter der Frau in einem Auto erschossen. Wahrscheinlich weil er Zeuge wurde, wurde zudem ein zufällig vorbeifahrender Radfahrer getötet. Die Töchter des Paares im Alter von sieben und vier Jahren überlebten, die ältere wurde aber durch einen Schuss und Schläge schwer verletzt.

Nach jüngsten Angaben der Staatsanwaltschaft werden zur Aufklärung des Verbrechens Kontakte des getöteten Vaters in dessen Geburtsland Irak verfolgt. Zwei andere Ermittlungsschwerpunkte sind das berufliche Umfeld Mannes, der in der Luft- und Raumfahrtbranche beschäftigt war, sowie ein möglicher Erbstreit mit dem Bruder.

dpa

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