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Die Wahl zum Jugendwort des Jahres sorgt für Wirbel.

Diskriminierung?

"Jugendwort"-Wahl: Warum "Alpha Kevin" disqualifiziert wurde

München - Das gab es noch nie in sieben Jahren: Der Langenscheidt-Verlag hat während der laufenden Online-Abstimmung zum „Jugendwort“ des Jahres einen Begriff aus der Nominierten-Liste gestrichen.

Betroffen war ausgerechnet der vorübergehende Spitzenreiter, der Begriff „Alpha-Kevin“. Für die Bezeichnung, die den angeblich „Dümmsten von allen“ meint, rückte die Kreation „kirscheln“ nach (wie zwei Kirschen zusammenhängen, sich umarmen).

„Wir haben viel von euch gehört und spüren die persönliche Betroffenheit über die Auswahl von „Alpha-Kevin“. Es lag uns fern, konkrete Personen zu diskriminieren“, schrieben die Veranstalter auf „jugendwort.de“ zu ihrer Entscheidung.

Bei der immer wieder diskutierten „Jugendwort“-Wahl wird bezweifelt, ob junge Leute wirklich so reden. Anregend oder lustig empfinden dennoch viele die zur Auswahl gestellten Begriffe. Wer will, kann in den kommenden Wochen mitabstimmen.

Zu den 30 nominierten Wörtern für das „Jugendwort 2015“ gehören „Discopumper“ (jemand, der nur trainiert, um im Club gut auszusehen), „Dia Bolo“ (hässliches Selfie), „Maulpesto“ (übler Mundgeruch), „bambus“ (cool, krass) oder „Smombie“ (Menschen, die wie gebannt mit dem Handy über die Straße gehen, Zusammensetzung von Smartphone und Zombie).

Vorne lagen am Wochenende nun Wörter wie „merkeln“ (Nichtstun, keine Entscheidung treffen, in Bezug auf Bundeskanzlerin Angela Merkel), „Earthporn“ (schöne Landschaft) und „rumoxidieren“ (chillen). Auch „Tinderella“ (für eine Frau, die exzessiv Online-Dating-Plattformen wie Tinder nutzt) war beliebt.

Vergangenes Jahr war „Läuft bei Dir“ als Synonym für cool/krass gekürt worden. Mit dem „Jugendwort des Jahres“ wirbt der Münchner Langenscheidt-Verlag seit 2008 für sein Buch „100% Jugendsprache“.

dpa

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