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An dieser Schule arbeitete die entführte Frau.

Mehr als 30 Tote bei Anschlägen

Amerikanerin in Nigeria entführt

Kano - Unbekannte Bewaffnete haben in Nigeria eine US-Missionarin entführt. Und der Nordosten des Landes wird weiter von Terroranschlägen der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram heimgesucht.

Bei zwei Bombenanschlägen im Nordosten Nigerias sind nach Angaben von Augenzeugen und Behörden über 30 Menschen getötet worden. Ein Sprengsatz explodierte am Dienstag in einem Bus im Busbahnhof der Stadt Potiskum im Bundesstaat Yobe, wie ein Augenzeuge telefonisch der Deutschen Presse-Agentur berichtete. Mindestens 22 Menschen seien ums Leben gekommen, sagte er weiter. In der Stadt Kano riss eine Bombenexplosion mindestens 12 Menschen in den Tod. Hinter beiden Anschlägen wurde die im Nordosten des ölreichen westafrikanischen Landes aktive islamistische Terrororganisation Boko Haram vermutet.

Entführte ist Pastorin

Weiter im Süden des Landes entführte eine Gruppe Bewaffneter eine amerikanische Schulleiterin, die auch Parstorin ist. Die Angreifer feuerten zunächst Warnschüsse ab, um Angestellte und Schüler der Schule im Ort Ajaokuta zu vertreiben und ergriffen dann gezielt die Missionarin, sagte ein Sprecher der Polizei des Bundesstaats Kogi. Die amerikanische Kirche der Freien Methodisten bestätigte die Entführung der Pastorin. Die Botschaft und das FBI seien eingeschaltet.

Das Motiv der Entführung war zunächst unklar. In Nigeria kommt es jedoch häufig zu Entführungen, um Lösegeld zu erpressen. Die Entführung der Missionarin in Ajaokuta, rund 200 Kilometer südlich der Hauptstadt Abuja, ereignete sich den Angaben zufolge bereits am Montag.

Bei dem Bombenanschlag in Potiskum gab es nach Angaben eines weiteren Augenzeugen auch zahlreiche Verletzte, weshalb die Zahl der Opfer weiter ansteigen könnte. Die örtliche Zeitung „Premium Times“ berichtete von bis zu 30 Verletzten. Erst am Samstag hatte eine junge Selbstmordattentäterin auf einem Markt in Potiskum acht Menschen in den Tod gerissen.

Die sunnitischen Fundamentalisten der Boko Haram führen im Nordosten des Landes einen blutigen Terrorfeldzug zur Errichtung eines sogenannten islamischen Gottesstaats. Der Gewalt sind in der Region seit 2009 mehr als 13 000 Menschen zum Opfer gefallen, rund 1,5 Millionen flohen vor der Gewalt aus ihrer Heimat.

dpa

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