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Bei Frosta in Bremerhaven hat es einen Ammoniak-Unfall gegeben.

Verätzungen der Atemwege

Ammoniak-Unfall bei Frosta: Viele Verletzte

Bremerhaven - Mit Verätzungen der Atemwege und der Haut sind mehrere Mitarbeiter des Tiefkühlkost-Herstellers Frosta ins Krankenhaus gekommen. In einem Maschinenhaus war Ammoniak ausgetreten.

Ein Unfall mit Ammoniak bei einer Tiefkühlfirma in Bremerhaven hat zwölf Menschen verletzt. Zwei von ihnen seien mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Das Gas wirkt stark ätzend auf Lunge, Haut und Augen. Es sei bei Wartungsarbeiten in einem Maschinenhaus ausgetreten, teilte Vorstandsmitglied Jürgen Marggraf von der betroffenen Firma Frosta mit.

Zwei Monteure seien direkt mit dem Gas in Berührung gekommen. Weitere Mitarbeiter, die sich in der Nähe des Maschinenhauses aufhielten, hätten es eingeatmet. Die Ursache des Unfalls ist noch unklar.

60 Helfer im Einsatz

Nach Angaben des Feuerwehrsprechers Thomas Bartmann waren etwa 60 Helfer im Einsatz, darunter mehrere Notärzte. Mehrere Krankenwagen Feuerwehrfahrzeuge rückten an. Die Verletzten wurden zunächst auf dem Werksgelände versorgt und dann ins Krankenhaus gebracht. Experten in Schutzanzügen dichteten das Leck ab, indem sie ein Ventil schlossen.

Anschließend installierten die Fachleute eine spezielle Wasseranlage, um das Ammoniak, das als Gas und Flüssigkeit ausgetreten war, mit einem Sprühstrahl zu verdünnen. „Die Dämpfe werden mit Wasser niedergeschlagen“, erklärte der Sprecher. Danach könnten sie entsorgt werden. Bis zum Abend sollten die Arbeiten abgeschlossen sein.

Für die Anwohner rund um das Werksgelände bestand nach Angaben der Feuerwehr keine Gefahr. Auch die Umwelt trage keinen Schaden, da der gesamte Bereich geteert sei. Sicherheitshalber waren Anwohner zunächst gebeten worden, Türen und Fenster geschlossen zu halten. In dem Maschinenhaus, in dem der Unfall passierte, wird Frosta zufolge Kälte erzeugt - unter anderem für ein Kühlhaus. Das Maschinenhaus befindet sich der Feuerwehr zufolge innerhalb eines Werksgebäudes.

dpa

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