Formel 1: Ricciardo gewinnt in Baku - Vettel wird Vierter

Formel 1: Ricciardo gewinnt in Baku - Vettel wird Vierter
+
Anders Breivik (r.) mit einem seiner Verteidiger

Schuh-Attacke auf Attentäter Breivik

Oslo - Eklat beim Beivik-Prozess: Der Bruder eines Opfers hat am Freitag einen Schuh in Richtung des geständigen Attentäters geschleudert. Er traf den Falschen.

„Mörder! Du hast meinen Bruder getötet! Fahr zur Hölle!“, schrie ein junger Mann am Freitag während der Verlesung der letzten Obduktionsberichte. Der Schuh verfehlte Islamhasser Breivik und traf stattdessen seine Anwältin, Vibeke Hein Baera. Verletzt wurde sie nicht.

Breivik sei ruhig geblieben und habe gelächelt, als Sicherheitsleute den Angreifer aus dem Gerichtssaal führten. Einige Zuschauer hätten geklatscht und “Bravo“ gerufen, sagte Akerman. Andere hätten geweint. Der Prozess wurde kurz unterbrochen.

Bei dem Angreifer handelte es sich nach Medienberichten um einen Kurden aus dem Nordirak, der seinen 18 Jahre alten Bruder bei dem Massaker auf der Insel Utøya im Sommer 2011 verloren hatte. Der Wutausbruch sei Ausdruck tiefer Verzweiflung und Trauer gewesen, sagte der Anwalt der Familie des jungen Kurden. Der Schuhwerfer war so aufgewühlt, dass er ärztlich untersucht werden musste. Ob seine Attacke rechtliche Folgen haben wird, stand zunächst nicht fest.

Breivik-Prozess: Hier ist der Mörder zu Tränen gerührt

Breivik-Prozess: Hier ist der Mörder zu Tränen gerührt

Nach der zehnminütigen Pause habe Breivik gesagt: “Wenn jemand etwas auf mich werfen will, kann er das tun, wenn ich hereinkomme oder herausgehe.“ Polizeichef Rune Björsvik nannte den Angriff eine “spontane und emotionale Reaktion“. Der Wurf mit dem Schuh habe kein Sicherheitsrisiko dargestellt.

Es war der erste Gefühlsausbruch eines Zuschauers im Prozess gegen Breivik, der im vergangenen Juli bei einem Doppelanschlag in Oslo und auf der Insel Utöya 77 Menschen getötet hatte. Das Werfen von Schuhen gilt in vielen Ländern aus Ausdruck tiefster Verachtung. Ein Angriff mit einem Schuh auf den damaligen US-Präsident George W. Bush bei einer Pressekonferenz in Bagdad hatte 2008 ein weltweites Medienecho ausgelöst.

dapd/dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Badegäste in Angst: Hai-Alarm auf Mallorca
Mit einem Schrecken kamen zahlreiche Badegäste auf Mallorca davon. Der Grund: Ein zwei Meter langer Hai schwamm im seichten Wasser ganz dicht an ihnen vorbei. 
Badegäste in Angst: Hai-Alarm auf Mallorca
Lkw überrollt Frau - sie überlebt schwer verletzt
Um ein Warndreieck aufzustellen und damit ihr Auto zu sichern, stieg eine Frau auf der A14 aus ihrem Auto. Dabei wurde sie von einem heranfahrenden Lastwagen erfasst.
Lkw überrollt Frau - sie überlebt schwer verletzt
Dutzende gefährliche Hochhäuser in Großbritannien entdeckt
In London müssen Tausende Menschen wegen Brandschutz-Mängeln ihre Wohnungen verlassen. Darum gibt es viel Ärger. Experten finden immer mehr riskante Hochhäuser im Land.
Dutzende gefährliche Hochhäuser in Großbritannien entdeckt
Mutter sperrt Kleinkinder zur Strafe ins Auto - beide sterben
Eine Mutter aus Texas wollte ihre Kinder eine Lehre erteilen und sperrte sie ins Auto - bei 33 Grad Außentemperaturen. Dann nahm sie Drogen und schlief ein. 
Mutter sperrt Kleinkinder zur Strafe ins Auto - beide sterben

Kommentare