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Hatte viel Glück: Steve Frappier überstand den Amoklauf unverletzt.

Rechner im Rucksack fängt Kugel ab

Amoklauf in Fort Lauderdale: Laptop rettet ihm Leben

Fort Lauderdale - Bei dem Amoklauf eines ehemaligen Soldaten bleibt ein Mann nur unverletzt, weil sein Laptop im Rucksack die Kugel abfängt. Dem Täter droht die Todesstrafe.

Der Lebensretter.

Steve Frappier hatte einfach Glück. Seinen Laptop im Rucksack bei sich, wartete er am vergangenen Freitag im Terminal zwei des Flughafens von Fort Lauderdale (US-Bundesstaat Florida) am Gepäckband. Dann fielen plötzlich Schüsse, eine Kugel aus der Pistole des Amokläufers Esteban Santiago hätte ihn getroffen - wenn sie nicht von seinem Rechner abgefangen worden wäre: Laptop als Lebensretter! „Ich spürte etwas in meinem Rücken. Als ich später nachschaute, sah ich ein Loch in meinem Rucksack und die Kugel im Laptop“, sagte Frappier hinterher.

Fünf anderen Menschen wurde die Attacke des Ex-Soldaten Santiago dagegen zum tödlichen Verhängnis. Sechs Personen kamen mit Schussverletzungen in Krankenhäuser, mehrere Dutzend weiterer Menschen wurden in den chaotischen Minuten während des Angriffs verletzt. Dem mutmaßlichen Täter, der sich widerstandslos festnehmen ließ, nachdem er alle Munition für seine halbautomatische Waffe verschossen hatte, droht nun die Todesstrafe. Die Staatsanwaltschaft leitete am Samstag ein Strafverfahren gegen ihn ein.

Tatverdächtiger verhält sich bei Vernehmungen „kooperativ“

Wartet auf seinen Prozess: Esteban Santiago.

Die Vernehmungen des Tatverdächtigen seien bereits abgeschlossen. Der Mann habe sich dabei „kooperativ“ verhalten. Zum genauen Tatmotiv wurden bis Sonntag indes keine Details bekannt. Die Bundespolizei FBI wollte ein terroristisches Motiv vorerst nicht ausschließen. Sie berichtete aber von wirren Äußerungen des Mannes bei einem bizarren Besuch in einem Büro der Bundespolizei vergangenen November. Damals wurde ihm auch eine Schusswaffe - laut Medien die spätere Tatwaffe - abgenommen, die er wenig später zurückerhielt.

Nach Angaben seiner Familie hat der 26-Jährige psychische Probleme. Der Schütze diente bis zu seinem Ausscheiden im August 2016 als Soldat der Nationalgarde von Puerto Rico und Alaska. Er war von April 2010 bis Februar 2011 im Irak stationiert.

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