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Ein Krankenwagen auf dem Weg zum Tatort.

Schütze tötete vier Menschen

Amoklauf auf US-Militärbasis: Suche nach Motiv

Fort Hood - Er tötete drei Kameraden und erschoss sich dann selbst: Schon wieder ist ein Soldat auf dem US-Stützpunkt Fort Hood Amok gelaufen. Düstere Erinnerungen ans Jahr 2009 werden wach.

Ein Amoklauf auf einer US-Militärbasis erschüttert Amerika: Ein Soldat hat auf dem Stützpunkt Fort Hood in Texas drei Kameraden erschossen und 16 weitere verletzt, einige von ihnen schwer. Anschließend tötete der Mann sich selbst. Alle Opfer seien Soldaten, sagte Milley. Mindestens drei Verletzte befänden sich in kritischem Zustand, berichteten Krankenhaus-Ärzte.

Der Schütze habe „keinerlei Anzeichen möglicher Gewalt“ gezeigt, sagte Heeresminister John McHugh am Donnerstag vor einem Ausschuss im Senat. Er habe während seines vier Monate langen Irak-Einsatzes im Jahre 2011 nicht an bewaffneten Einsätzen teilgenommen und sei auch nicht verletzt worden, sagte McHugh. Ihm seien aber eine „Reihe von Medikamenten“ verschrieben worden, nachdem er zur Behandlung von Depressionen und Angststörungen einen Arzt aufgesucht hatte. Anzeichen auf einen terroristischen Hintergrund gab es nach der Tat  zunächst nicht. Ob er unter einer sogenannten posttraumatischen Belastungsstörung litt, blieb zunächst offen. Eine entsprechende Diagnose liegt noch nicht vor.

Schon im Jahr 2009 war in Fort Hood ein Soldat Amok gelaufen - damals starben 13 Menschen.

Amoklauf: Barack Obama ist erschüttert

Präsident Barack Obama zeigte sich erschüttert. „Es bricht uns das Herz, dass so etwas Ähnliches wieder passiert sein könnte“, sagte er mit Blick auf den ersten Amoklauf in Fort Hood vor fast fünf Jahren. „Wir verfolgen die Situation genau“, sagte er in Chicago. Es seien noch viele Fragen offen. „Ich hoffe nur, dass alle im ganzen Land die Familien und die Gemeinschaft in Fort Hood in unsere Gebete mit einschließen.“

Der Täter habe um etwa 16 Uhr am Mittwoch das Feuer eröffnet, sagte Milley. Während der Tat habe er militärische Tarnkleidung getragen. Die Waffe - eine halbautomatische Handfeuerwaffe der Marke Smith & Wesson - sei erst kürzlich in der Gegend gekauft worden, sagte Milley. Der Nachrichtensender CNN berichtete, der Schießerei sei eine Auseinandersetzung vorangegangen. Dies wurde zunächst nicht bestätigt.

Es habe etwa 15 Minuten gedauert, bis Sicherheitskräfte vor Ort waren, so Milley. Eine Militärpolizistin habe den Täter gestellt. „Er hob seine Hände, dann griff er unter seine Jacke und richtete eine Waffe auf seinen Kopf.“

Menschen wurden aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen

Während der Schießerei heulten Sirenen, die Menschen wurden über Lautsprecher aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. „Das Gefühl der Angst lag in der Luft“, berichtete ein Augenzeuge dem TV-Sender CNN.

Fort Hood liegt rund 300 Kilometer nordwestlich von Houston und gilt mit rund 40.000 Soldaten als einer der größten Militärstützpunkte weltweit. 2009 hatte ein Soldat bei einem Amoklauf in Fort Hood 13 Menschen getötet und rund 30 verletzt. Auch damals waren die meisten Opfer Soldaten. Bei dem Amokläufer handelte es damals sich um den Militärpsychiater Nidal Hasan, der im vergangenen August zum Tode verurteilt wurde. Es hieß, er solle Kontakte zu radikalen Islamisten gehabt haben.

dpa

Amoklauf auf US-Militärbasis: Bilder

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