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An einer US-Universität überprüfen Polizisten nach dem Amoklauf die anwesenden Bürger.

Frau stand auf "Todesliste" des Täters

Nach Bluttat: Weitere Leiche an US-Uni gefunden

Los Angeles - Bei dem Amoklauf an einer Uni in Kalifornien hat es ein drittes Opfer gegeben. Die Polizei entdeckt eine weibliche Leiche. Die Ursache der Bluttat ist wohl skurril.

Nach den tödlichen Schüssen an der Universität von Kalifornien (UCLA) hat die Polizei eine weitere Leiche gefunden. Dabei handele es sich um eine Frau, die auf einer "Todesliste" des Tatverdächtigen gestanden habe, sagte der Polizeichef von Los Angeles, Charlie Beck, am Donnerstag in einer Pressekonferenz. Die Leiche wurde demnach in einem Haus in Minnesota gefunden - das ist mehrere tausend Kilometer von Los Angeles entfernt. Die Polizei geht davon aus, dass der Schütze aus Minnesota mit einem Auto nach Kalifornien fuhr, wo er am Mittwoch zunächst seinen früheren Professor erschoss und dann sich selbst.

Beck zufolge hatten die Ermittler in der Wohnung des Tatverdächtigen eine Liste mit den Namen der erschossenen Opfer und dem Namen eines weiteren UCLA-Professors gefunden. Der zweite Mann war unversehrt geblieben. Beck zufolge deutet aber alles darauf hin, dass der "schwer bewaffnete" Schütze beide Professoren töten wollte. Er habe einen Groll gegen seine früheren Lehrer gehegt. Nach Informationen der Los Angeles Times soll der frühere Student geglaubt haben, dass der getötete Professor ihm das Passwort für seinen Computer gestohlen und jemand Anderem gegeben habe. Der 38 Jahre alte Tatverdächtige hatte 2013 seinen Abschluss an der Universität gemacht. In welcher Beziehung er zu der getöteten Frau stand, wurde zunächst nicht bekannt.

Nach der Bluttat am Mittwoch war zunächst befürchtet worden, dass der Täter noch auf der Flucht ist. Der Campus der Universität, auf dem sich viele Studenten auf ihre Abschlussprüfungen vorbereiteten, wurde für rund zwei Stunden komplett abgeriegelt. Menschen verbarrikadierten sich in Räumen. Die Polizei zog in einem Großaufgebot zahlreiche Kräfte rund um die Universität zusammen. Dazu gehörten Experten zur Bombenentschärfung sowie Mitarbeiter der Bundespolizei FBI. Hunderte von Sicherheitskräften waren im Einsatz, um Gebäude zu evakuieren und zu durchsuchen und den Campus abzuschirmen.

dpa/afp

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