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Eine besonders zynische Art von Fake News hält die Bewohner und Behörden der griechischen Insel Lesbos in Atem.

Fake News 

Angebliches Riesen-Erdbeben: Gerüchte verursachen Panik auf Lesbos

Eine besonders zynische Art von Fake News hält die Bewohner und Behörden der griechischen Insel Lesbos in Atem.

Athen - Nachdem auf der griechischen Insel Lesbos ein schweres Erdbeben am Montag viele Häuser zerstört und ein Menschenleben gefordert hatte, flammen immer wieder Gerüchte von einem bevorstehenden Riesenbeben auf und versetzen die Bewohner in Panik. Es kursierten sogar genaue Uhrzeiten für die Riesenkatastrophe, sagte der Bürgermeister der Insel, Spyros Galinos, am Mittwochmorgen dem Athener Radiosender Parapolitika.

Gerüchte über Riesenbeben geistern durch die Medien

„Manche behaupten, sie hätten es im Radio gehört, andere wollen es gelesen haben, zeitweise hieß sogar, die Inselverwaltung hätte das Erdbeben angekündigt!“, entrüstete sich der Bürgermeister. Sogar Angestellte des Inselkrankenhauses haben demnach angerufen und gefragt, ob sie das Krankenhaus räumen sollten. Etliche Menschen hätten sich auf Grund der Gerüchte nicht in ihre Häuser getraut und sich vorsorglich im Freien aufgehalten.

Verschwörungstheoretiker sollen hinter den Behauptungen stecken

Die Inselverwaltung vermutet Verschwörungstheoretiker und vom Erdbeben verängstigte Bürger hinter den Spekulationen. „Sie glauben, wir wüssten etwas und würden es geheimhalten“, so Galinos. „Das also, was bisher nicht einmal Seismologen gelingt, nämlich Erdbeben vorherzusagen, sollen wir nun können.“ Die Insel-Onlinezeitung „Lesvosnews“ ruft die Menschen derweil eindringlich dazu auf, den Gerüchten keinen Glauben zu schenken.

Auf den Inseln Lesbos, Chios und an der Westküste der Türkei hatte es am Montagmittag stark gebebt. Auf Lesbos kam ein Mensch ums Leben, viele Häuser wurden zerstört. Es sei aber bereits gelungen, alle Betroffenen anderweitig unterzubringen, sagte Galinos.

dpa

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