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Gefängnisinsassen stehen in einer Zelle im Provinzgefängnis von Kidapawan. Foto: AP/dpa

150 Häftlinge geflohen

Sieben Tote bei Überfall auf philippinisches Gefängnis

Im Morgengrauen stürmen 100 bewaffnete Männer ein Gefängnis auf den Philippinen. Mehr als 150 Häftlingen gelingt die Flucht. Mindestens sieben Menschen sterben. Stecken Muslimrebellen dahinter?

Kidapawan (dpa) - Mit einem brutalen Angriff auf ein Gefängnis haben mutmaßliche muslimische Rebellen auf den Philippinen mehr als 150 Häftlinge befreit. Dabei kamen nach offiziellen Angaben im Provinzgefängnis der südphilippinischen Stadt Kidapawan mindestens sieben Menschen ums Leben.

Angreifer und Sicherheitskräfte lieferten sich einen Schusswechsel über zwei Stunden hinweg.

Die Befreiungsaktion, die im Morgengrauen begann, geht vermutlich auf das Konto einer radikalen Splittergruppe der Moro Islamischen Befreiungsfront (Milf). Angeblich waren mehr als 100 bewaffnete Männer daran beteiligt. Die Stadt Kipadawan liegt etwa 1000 Kilometer entfernt von Manila, der Hauptstadt des südostasiatischen Inselstaates.

Gefängnisdirektor Peter Bongat sagte in einem Radio-Interview, die Angreifer hätten es auf Zellen abgesehen, in denen andere mutmaßliche islamische Rebellen einsaßen. Offenbar gelang es aber auch anderen Insassen zu entkommen. Unter den Toten sind nach jüngsten Angaben sechs Häftlinge und ein Wächter. Die Haftanstalt zählt normalerweise mehr als 1500 Insassen.

Nach 17 Jahren Verhandlungen hatten die Regierung und die Milf-Rebellen im März 2014 Frieden geschlossen. Die Splittergruppe Bangsamoro Islamische Befreiungsfront wird seitdem für mehrere Anschläge verantwortlich gemacht. Einige ihrer Anführer verbüßten in dem Provinzgefängnis ihre Strafe.

Nach Angaben der Gefängnisleitung gelang 158 Häftlingen die Flucht. Trotz groß angelegter Suche konnten bis zum Nachmittag erst 14 wieder gefasst werden.

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