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Seit 900 Jahren findet in Lille die Braderie statt. Dieses Jahr wird sie aus Angst vor einem Anschlag abgesagt. 

Folgen des Terrors

Angst vor Anschlag: Lille sagt berühmtes Volksfest ab

Lille - Der Schock nach dem Attentat von Nizza sitzt noch tief: Nun sagt die Stadt Lille ihr größtes Volksfest ab. Das ist nicht das erste Mal: Schon mehrere französische Festivals mussten seitdem entfallen.

Die nordfranzösische Metropole Lille sagt ihr größtes Volksfest wegen Terrorgefahr ab. Die „Braderie de Lille“ war für den 3. und 4. September geplant - es wurden 2,5 Millionen Menschen erwartet, auch aus dem benachbarten Ausland.

„Ich kann nicht das Risiko eingehen, Bewohner und Besucher in Gefahr zu bringen“, sagte die sozialistische Bürgermeisterin Martine Aubry am Freitag laut Regionalzeitung „La Voix du Nord“.

Bei dem riesigen Fest, das auf eine fast 900-jährige Geschichte zurückblickt, werden auf den Straßen unter anderem kulinarische Spezialitäten und Antiquitäten feilgeboten.

Die Lokalpolitikerin Aubry drückte sich ungewöhnlich drastisch aus: „Die Lastwagen, die einige Tage vorher eintreffen, können eine Bombe oder Kalaschnikows enthalten.“ Sie versicherte, dass das populäre Fest im kommenden Jahr wieder stattfinden soll.

Nach den Terroranschlägen in Frankreich sagten bereits viele Städte Festivals und Sommerveranstaltungen ab. Das gilt auch für Flugschau der französischen Luftwaffe in der Hafenstadt Marseille am 13. August. Terrorattacken in Nizza und in einer Kirche bei Rouen hatten insgesamt 86 Todesopfer gefordert.

dpa

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