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New York's Times Square fast menschenleer: ein seltener Anblick.

Schulen geschlossen, U-Bahnen fahren nicht

Blizzard: Entwarnung in New York - Bangen in Boston

New York - Das als besonders schlimm angekündigte Unwetter „Juno“ traf die New Yorker nicht so schlimm wie befürchtet. In einigen Teilen des Nordostens bleibt die Lage aber angespannt.

Die gewaltige Winterfront „Juno“ hat New York verschont. In der nordöstlich gelegenen Neuengland-Region mit Boston wurde aber weiter vor einem heftigen Schneesturm - einem sogenannten Blizzard - gewarnt. Insgesamt lud der Wintersturm an der Ostküste der USA nicht so viel Schnee ab wie befürchtet. In New York blieb das Chaos aus, auch weil sich die Stadt einen Tag freigegeben hatte. Auch Philadelphia weiter im Südwesten erlebte nur Schneefall, ohne Sturm. Zeitweise hatten die Behörden in den Vereinigten Staaten ein Unwetter von historischem Ausmaß befürchtet. Doch von Rekordwerten war „Juno“ dann weit entfernt.

Nachdem viel Schnee fiel, die befürchteten Sturmböen aber ausblieben, hob der Nationale Wetterdienst am Dienstagmorgen (Ortszeit) die Blizzard-Warnung für New York auf. Nördlich der Stadt galt die Warnung weiter. In der Küstenregion der Neuengland-Staaten waren Blizzards weiter möglich. Hurrikan-Böen sollte es nur auf See geben.

Der U-Bahn-Verkehr stand still, Schulen und andere öffentliche Einrichtungen waren geschlossen. Eine Webcam am berühmten Times Square zeigte die sonst so dicht gefüllte Kreuzung in New York fast menschenleer.

Webcam am Times Square

Junge stirbt beim Rodeln auf Long Island

Direkte Tote oder Schwerverletzte gab es durch „Juno“ nach ersten Erkenntnissen nicht. Allerdings starb ein Junge beim Rodeln auf Long Island. Mehrere Jugendliche waren auf aufgepumpten Schläuchen aus Autoreifen einen Hang heruntergejagt, dabei stieß der 17-Jährige gegen einen Laternenpfahl. Er wurde sofort ins Krankenhaus gebracht, die Ärzte konnten ihn aber nicht mehr retten.

Für New York bestand immer noch die Gefahr eines Wintersturms. Zu einem Blizzard wird ein Wintersturm hochgestuft, wenn er für mindestens drei Stunden stärker als 56 Kilometer in der Stunde weht. Winterstürme sind in der Region aber nichts ungewöhnliches, und so hob Gouverneur Andrew Cuomo das Fahrverbot am Morgen auf. Auch der öffentliche Nahverkehr sollte am Dienstagvormittag (Ortszeit) wieder anlaufen. Cuomo hatte für die Nacht alle Fahrzeuge von den Straßen verbannt. Lediglich in Notfällen durfte gefahren werden.

Obwohl das Schlimmste überstanden schien, war es am Dienstag in New York stiller als an jedem Sonntag. Viele Geschäfte und Büros waren geschlossen, auch Kindergärten und Schulen waren dicht. Dafür waren die Parks voller Familien mit Schlitten und Skiern. Einige Läden hatten wieder geöffnet. Das Angebot war nach den Angstkäufen vom Vortag dünner als sonst, tatsächliche Engpässe gab es aber nicht. Nur Schneeschaufeln und Schlitten waren überall ausverkauft.

Schneesturm "Juno" legt US-Ostküste lahm

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dpa

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