Angst vor Killer-Virus in den USA

Washington - In Holland hat ein Forscherteam eine hochgefährliche Form der Vogelgrippe entwickelt. Die USA schlagen deshalb Alarm und fordern, die Ergebnisse nicht zu veröffentlichen.

Die US-Regierung hat sich besorgt gezeigt über die mögliche Veröffentlichung einer Forschungsarbeit zu einem gefährlichen Virus. Sie forderte die Wissenschaftsmagazine “Science“ und “Nature“ auf, nicht alle Ergebnisse der Arbeit zu veröffentlichen. Die Behörde für Biosicherheit (NSABB) hat die Befürchtung geäußert, Terroristen könnten die Informationen über das Vogelgrippevirus H5N1 für die Entwicklung einer Biowaffe benutzen.

Doch um was für einen Virus handelt es sich genau? Wie spiegel-online berichtet, wurde das gefährliche Virus von einem Forscherteam um den Virologen Ron Fouchier in den Niederlanden entwickelt. Laut bild.de sei es von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten. Der Erreger soll gefährlicher sein als die herkömmliche Form der Vogelgrippe. Außerdem würde sich das neue Virus so leicht wie ein Schnupfen übertragen.

Landet es in den falschen Händen, beispielsweise von Terroristen, würde davon eine große Gefahr ausgehen. Man könnte es als Bauleitung für eine tödliche Biowaffe mißbrauchen. Deshalb kämpft die US-Regierung gegen die vollständige Veröffentlichung von Fouchiers Ergebnissen.

“Science“-Chefredakteur Bruce Albert bestätigte am Dienstag, dass das Magazin gebeten worden sei, nur einen Teil der Forschungsergebnisse zu veröffentlichen. Man habe große Bedenken, die Informationen der Öffentlichkeit vorzuenthalten, erklärte er. Ähnlich äußerte sich der Chefredakteur von “Nature“, Philip Campbell. Bei der Forschungsarbeit geht es um eine Variante des Vogelgrippe-Virus', das von Säugetieren übertragen werden kann.

dapd/tz

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