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Vier Menschen starben bei dem Unfall.

Haftstrafe für Hamburger Todesfahrer gefordert

Hamburg - Der Todesfahrer von Hamburg-Eppendorf soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft für drei Jahre und neun Monate in Haft. Am kommenden Dienstag könnte das Urteil fallen.

Für den Todesfahrer von Hamburg-Eppendorf hat die Staatsanwaltschaft eine Haftstrafe von drei Jahren und neun Monaten gefordert. “Durch sein Verhalten sind vier Menschen getötet worden“, sagte die Anklagevertreterin Sinja Sternsdorff am Donnerstag in ihrem Plädoyer vor dem Landgericht Hamburg. Bis heute zeige der Angeklagte keine Selbstkritik.

Als Epileptiker hätte er sich nicht hinter das Steuer setzen dürfen, betonte Sternsdorff. Der Mann habe das Risiko eines jederzeit möglichen Anfalls gekannt, zumal er zuvor schon mehrere Unfälle hatte. “Es fällt mir schwer, mir ein noch höheres Maß an Pflichtwidrigkeit vorzustellen.“ Neben der Haftstrafe forderte die Staatsanwältin auch die Einziehung des Führerscheins des 40-Jährigen. Die Nebenklage nannte in ihrem Plädoyer kein konkretes Strafmaß.

Urteil fällt vermutlich kommenden Dienstag

Bei dem schweren Unfall im März 2011 im Stadtteil Eppendorf starben vier Menschen - der Sozialwissenschaftler Günter Amendt, die Künstlerin Angela Kurrer sowie der Schauspieler Dietmar Mues und dessen Frau. Drei weitere Menschen wurden verletzt. Der 40-Jährige steht wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und vorsätzlicher Straßenverkehrsgefährdung vor Gericht.

Das Gericht wird voraussichtlich am kommenden Dienstag das Urteil sprechen. Zuvor soll an diesem Tag noch die Verteidigung plädieren und der Angeklagte die Gelegenheit zum letzten Wort bekommen.

dpa

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