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Hashtag #missingmanchester

So verzweifelt suchen Eltern im Netz nach ihren Kindern

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Nach der grausamen Explosion bei einem Ariana Grande-Konzert in Manchester mit 23 Toten suchen viele Eltern verzweifelt nach ihren Kindern.

Manchester - Bei der verheerenden Explosion auf einem Konzert der US-Sängerin Ariana Grande sind im nordenglischen Manchester mindestens 23 Menschen ums Leben gekommen. Etwa 60 weitere wurden nach Angaben von Rettungskräften verletzt (wir berichten hier im Liveticker). Die Ermittler behandeln den Vorfall wie einen Terror-Anschlag.

Die ganze Welt blickt am Dienstagmorgen schockiert nach England. Die Reaktionen von Politikern und Starssind riesig. In England herrscht unterdessen Fassungslosigkeit. Besonders dramatisch: Bei Twitter suchen viele Menschen unter dem Hashtag #missingmanchester verzweifelt nach Angehörigen und Freunden, die sich nach der Explosion nicht mehr gemeldet haben. Besorgte Eltern warten vor der Halle auf ihre Liebsten. Ihre Situation ist herzzerreißend. Auf dem Ariana Grande-Konzert waren besonders viele junge Menschen, wie Augenzeugen berichten. Einige Kinder seien das erste Mal alleine auf einem Konzert gewesen, berichten mehrere englische Medien. Adam Smith wendet sich mit einem Tweet an die Öffentlichkeit. Er sucht nach seiner Tochter:

„Bitte helft mir, mein kleines Mädchen zu finden. Ich bin krank vor Sorge. Wenn ihr sie seht, sagt ihr, sie soll ihren Vater oder Mutter anrufen.“ Ein anderer Twitter-Nutzer sucht nach „Chloe“, die seit der Explosion vermisst wird.

Sinngemäß heißt es in dem Appell: „Wenn irgendjemand Informationen über Chloe hat, bitte meldet euch.“ Der britische Sender BBC sendet im Fernsehen ebenfalls Fotos von vermissten Personen. In einem Aufruf an die Öffentlichkeit wird nach der vermissten Olivia Campell gesucht. 

Auch Alaya Ryan hat sich nach dem Anschlag nicht mehr bei ihren Eltern gemeldet. 

Die Liste der vermissten Personen ist lang. Die Behörden verschaffen sich gerade einen Überblick. Im Netz hilft die Gemeinde, Angehörige zu finden. Bilder von gesuchten Personen werden tausendfach geteilt. 

Die Polizei in Manchester hat unterdessen eine Notruf-Nummer für Angehörige eingerichtet. „Eine Notfall-Nummer ist verfügbar für alle, die noch geliebte Menschen vermissen oder in der Arena waren. 0161 856 9400.“

Wie verzweifelt die Angehörigen, die geliebte Menschen weiterhin vermissen, sein müssen, ist kaum vorstellbar. Die Ursache der Detonation am Montagabend war zunächst unklar. Die Polizei behandelte den Vorfall vorerst wie einen Terrorakt. Dies gelte, bis andere Erkenntnisse vorlägen. Die britische Regierung wollte am Dienstagvormittag zu einer Krisensitzung zusammenkommen.

Rubriklistenbild: © Screenshot Twitter

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