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In Jakarta wurden nach dem vereitelten Bombenanschlag auf eine Kirche die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt.

Anschlag in Indonesien nur knapp vereitelt

Jakarta - Der Fund von fünf Bomben außerhalb der Hauptstadt Jakarta hat Indonesien am Donnerstag in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt.

Die Bomben waren unter einer Gasleitung nahe einer Kirche vergraben gewesen und wurden von der Polizei vor Ort entschärft. Die Sprengsätze mit einem Gesamtgewicht von 150 Kilogramm seien miteinander verkabelt gewesen und hätten mit einem Mobiltelefon gezündet werden sollen, sagte Kirchensprecher Nardi Atmaja.

Die Ermittler gingen davon aus, dass der Anschlag für die Feierlichkeiten am (morgigen) Karfreitag geplant war, berichteten örtliche Medien. “Streitkräfte und Polizei sind in erhöhter Alarmbereitschaft“, sagte Sicherheitsminister Djoko Suyanto. “Wir wollen Sicherheit garantieren.“

Suyanto kündigte die Stationierung zusätzlicher Soldaten in die Nähe von Kirchen und anderen strategischen Punkten Zwtl: Verdächtige führten Polizei zu den Sprengsätzen Die Polizei hatte am selben Tag 19 Menschen festgenommen, sechs von ihnen im Zusammenhang mit einer Serie von Anschlägen mit Paketbomben.

Diese führten die Beamten schließlich zu den Bomben nahe der katholischen Kirche in der Stadt Serpong, südwestlich von Jakarta. Sie lagen nur 100 Meter von der Kirche entfernt, in der 3.000 Menschen Platz finden.

Die Paketbomben waren im Vormonat an einen moderaten muslimischen Führer und einen ehemaligen Anti-Terror-Kommandeur geschickt worden, denen die Absender “Sünden gegen den Islam“ vorwarfen. Anschläge durch indonesische Extremisten haben seit dem schweren Attentat in Bali 2002 - damals starben 202 Menschen - 60 weitere Menschenleben gefordert.

In den vergangenen Monaten konzentrierten sich die Extremisten, die aus der säkularen 237-Millionen-Einwohner-Nation einen islamischen Staat machen wollen, auf regionale Feinde - wie etwa moderate Muslime, die die Ziele der Extremisten nicht teilen.

Von Ali Kotarumalos

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