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Das Einkaufszentrum wurde teilweise zerstört.

Britin soll Terrorakt geplant haben

Nairobi-Anschlag: Deutsche Islamisten dabei?

Berlin/München - Eine Britin soll hinter dem Überfall auf das Westgate-Einkaufszentrum in Kenias Hauptstadt Nairobi stecken. Waren deutsche Islamisten an der Planung beteiligt?

Entsprechende Erkenntnisse liegen nach einem „Focus“-Bericht dem israelischen Geheimdienst Mossad vor. Deutsche Sicherheitsbehörden schließen danach nicht aus, dass der Bonner Konvertit Andreas „Ahmed Khaled“ Müller in die Vorbereitung des Anschlags mit mindestens 72 Toten durch die Al-Shabaab-Miliz aus Somalia involviert war.

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte am Samstag auf Anfrage, bei der Untersuchung des Anschlags unterstützten deutsche Kriminalisten die kenianischen Behörden vor Ort. Die Ergebnisse dieser Ermittlungen seien abzuwarten. „Dann wird man sehen, ob sich der Verdacht erhärtet.“ Nach Erkenntnissen der Staatsschützer zählt Müller zur Kommandoebene der radikal-islamischen Brigaden.

Schießerei in Einkaufszentrum in Nairobi - viele Tote

Schießerei in Einkaufszentrum in Nairobi - viele Tote

Laut „Focus“ rechnete das Bundeskriminalamt (BKA) bereits Mitte 2012 mit Anschlägen der somalischen Al Shabaab in Kenia, Uganda, Burundi, Dschibuti und Äthiopien. Die afrikanischen Islamisten sammeln dem Bericht zufolge in Deutschland Geld in Moscheen und bei Nachbarschaftsveranstaltungen. Die deutschen Shabaab-Unterstützer agierten im Raum Köln/Bonn, München und Augsburg.

„Weiße Witwe“ auf Interpol-Fahndungsliste

Nach der "Weißen Witwe" wird gefahndet.

Nach dem Geiseldrama von Nairobi hat Interpol die „Weiße Witwe“ genannte Britin Samantha Lewthwaite auf seine Fahndungsliste gesetzt. Der 29-Jährigen werde von den kenianischen Behörden Sprengstoffbesitz und eine auf Dezember 2011 zurückgehende Verabredung zu einem Verbrechen vorgeworfen, teilte die internationale Polizeiorganisation am Donnerstag in Lyon mit.

Lewthwaite ist die Witwe eines der Selbstmordattentäter, die für die Anschlagsserie in London im Jahr 2005 verantwortlich waren. Dabei waren mehr als 50 Menschen getötet und mehr als 700 weitere verletzt worden. Der Frau wird nun nachgesagt, sie sei der führende Kopf hinter dem Terroranschlag auf das Einkaufszentrum Westgate in Nairobi.

Durch die sogenannte „Red Notice“ (Rote Benachrichtigung) sei sichergestellt, dass alle 190 Mitgliedstaaten über die von der Frau ausgehende Gefahr informiert seien. Zudem erhoffe man sich unter anderem Hinweise zum Aufenthaltsort der 29-Jährigen aus der Öffentlichkeit. Es werde vermutet, dass sie auch unter dem Namen Natalie Webb auftrete.

dpa

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