Knapp 100 Verletzte

31 Tote nach Anschlag in Chinas Unruheprovinz

Peking - Bei einen neuen Anschlag in der überwiegend von muslimischen Uiguren bewohnten chinesischen Unruheprovinz Xinjiang sind am Donnerstagmorgen mindestens 31 Menschen getötet und mehr als 90 weitere Menschen verletzt worden.

Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, rasten zwei Geländewagen in eine Menschenmenge auf einem Markt in der Provinzhauptstadt Urumqi, eines der Fahrzeuge explodierte. In offiziellen Medien war von einem weiteren "schwerwiegenden terroristischen Vorfall" die Rede.

Ein Zeuge sagte Xinhua, es habe rund ein Dutzend Explosionen gegeben. Auf dem chinesischen Kurznachrichtendienst Weibo verbreitete Fotos zeigten auf einer Straße liegende Opfer, Flammen und eine Rauchwolke über Marktständen.

Die nordwestliche Provinz Xinjiang ist Heimat der muslimischen Minderheit der Uiguren. Diese sehen sich kulturell, sozial und wirtschaftlich benachteiligt und durch die systematische Ansiedlung von ethnischen Han-Chinesen zunehmend an den Rand gedrängt. In der Region gibt es immer wieder gewaltsame Zwischenfälle und Anschläge.

Im März waren bei einem Angriff im Bahnhof von Kunming im Südwesten Chinas mindestens 29 Menschen getötet und mehr als 130 weitere verletzt worden, als mit Messern bewaffnete Männer in die Halle gestürmt waren und Passanten niedergestochen hatten. Die chinesische Regierung machte Aufständische aus Xinjiang verantwortlich. Im April wurden bei einer Explosion auf einem Bahnhof in Urumqi zwei Attentäter und ein Zivilist getötet sowie 79 weitere Menschen verletzt.

afp

Rubriklistenbild: © AFP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Zug stößt mit Lkw zusammen: Acht Verletzte 
Warendorf - Die Schranken schließen sich, die Bahn naht. Doch quer auf den Schienen versperrt ein großer Lkw-Auflieger die Strecke. Beim Aufprall werden in Warendorf …
Zug stößt mit Lkw zusammen: Acht Verletzte 
Weitere Todesopfer aus Hoteltrümmern in Italien geborgen
Rom - Die Einsatzkräfte haben in den Trümmern des verschütteten Hotels am Gran-Sasso-Massiv weitere Todesopfer geborgen. Damit steigt die Opferzahl auf neun Tote.
Weitere Todesopfer aus Hoteltrümmern in Italien geborgen
Experten: Autofahrer über 75 sollen regelmäßig zum Check
Goslar (dpa) - Senioren, die Auto fahren wollen, müssen sich nach dem Willen von Verkehrsjuristen künftig regelmäßig medizinisch auf ihre Fahreignung testen lassen. …
Experten: Autofahrer über 75 sollen regelmäßig zum Check
Neuer Virustyp bei Geflügelpest nachgewiesen
Statt Entspannung eine neue Variante bei der Geflügelpest: Zum ersten Mal in Europa tritt in einem Zuchtbetrieb ein anderer Virus-Subtyp auf als bisher. Betroffen ist …
Neuer Virustyp bei Geflügelpest nachgewiesen

Kommentare