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Ein Zeichen gegen den Perfektionswahn soll die "Anti-Barbie" sein.

Realistische Puppe ist Verkaufshit

"Anti-Barbie" hat Normalmaß, Akne und Cellulite

New York - Die Barbie-Puppe, seit Jahrzehnten Kult in den Kinderzimmern der Welt, ist blond, schlank, schön - und völlig unrealistisch. Die Puppe eines US-Designers dagegen ist alles andere als perfekt.

Sie ist eher klein, brünett, hat eine durchschnittliche Figur und kann sogar mit Cellulite, Schwangerschaftsstreifen und Pickeln ausgestattet werden: Eine "Anti-Barbie"-Puppe wird ab der kommenden Woche in den USA vermarktet. "Lammily" ist die Idee des Grafikdesigners Nickolay Lamm, der mit ihr die Überzeugung verbreiten will, dass "es in Ordnung ist, wie ein normaler Mensch auszusehen".

Er sei auf die Idee gekommen, als er in Geschäften nach einem Geschenk für ein Kind gesucht habe, erzählte der 26-Jährige der Nachrichtenagentur AFP: "Alle Puppen sahen aus wie Supermodels." Er habe nichts gegen Schönheitsköniginnnen, "aber ich habe den Eindruck, dass die Regale voller Supermodels den Eindruck vermitteln, dass etwas nicht stimmt, wenn man selbst nicht auch so aussieht".

Lamm formte seine "Lammily" nach statistischen Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC, wonach die durchschnittliche 19-jährige Amerikanerin 1,63 Meter groß ist, 68 Kilogramm wiegt und eine Oberweite von 85 Zentimetern hat. Das Geld für die Massenproduktion der Puppe sammelte der Designer per Crowdfunding.

Bislang hat Lamm Vorbestellungen für rund 9000 "Lammilys", die 25 Dollar (etwa 20 Euro) kosten sollen. Eine Kleiderkollektion und Aufkleber mit vermeintlichen Schönheitsmakeln wie Akne, blauen Flecken, Cellulite und Mückenstichen sollen im Januar folgen.

afp

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