Anwältin heuert Killer für Ex-Mann an

Madrid - Eine spanische Rechtsanwältin hat ihren Ex-Mann von einem Profi-Killer ermorden lassen, weil sie um das Sorgerecht für die Tochter fürchtete. Jetzt muss sie deshalb für lange Zeit hinter Gitter.

Die Juristin wurde wegen des Verbrechens am Donnerstag vom Madrider Landgericht zu 22 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Der vermeintliche Schütze, der drei Jahre in Untersuchungshaft gesessen hatte, wurde dagegen freigesprochen.

Die Richter sahen es als erwiesen an, dass die Madrider Anwältin vor fünf Jahren den befreundeten Chef einer Sicherheitsfirma gebeten hatte, ihr einen Killer für ihren Ex-Mann zu vermitteln. Die Juristin befürchtete, dass die Behörden ihr das Sorgerecht für die Tochter aberkennen würden. Ihr früherer Ehemann wurde im März 2007 mit drei Pistolenschüssen in Ciempozuelos bei Madrid getötet.

Der Chef der Sicherheitsfirma wurde wegen Beihilfe zu zwölf Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Er hatte den dritten Angeklagten belastet, dem die tödlichen Schüsse zur Last gelegt wurden. Der Beschuldigte bestritt jedoch die Vorwürfe. Das Gericht begründete seinen Freispruch damit, dass es keine Anhaltspunkte dafür gebe, dass er an dem Verbrechen beteiligt gewesen sei. Damit ließen die Richter es ungeklärt, wer die Schüsse abgefeuert hat.

dpa

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