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Der Küchen-Assistent Thermomix von Vorwerk wusste im ARD-Test nicht wirklich zu überzeugen.

Schockierender Vorwurf beim „Markenchek“

ARD nimmt Thermomix unter die Lupe - ein Opfer soll sogar Verbrennungen erlitten haben

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Als „Küchen-Multitalent“ preist die Firma „Vorwerk“ ihr Küchengerät Thermomix an. Doch im ARD-Test wird dem Haushalts-Allrounder ein vernichtendes Zeugnis ausgestellt.

Die ARD-Sendung „Markencheck“ hat das Küchengerät Thermomix der Firma Vorwerk unter die Lupe genommen (hier in der Mediathek). So harmlos der Bericht mit einigen positiven Stimmen aus der Fußgängerzone beginnt, so brisant sollte er am Ende noch werden. Doch der Reihe nach. 

Einige befrage Passanten geraten zunächst regelrecht ins Schwärmen und bezeichnen das Küchengerät als „Mercedes für Hausfrauen“ oder auch als „Gerät das alles kann.“ Doch die Experten der ARD kommen zu einem weniger positiven Urteil - getestet wird das Wundergerät nämlich in insgesamt vier Kategorien: „Geling-Garantie“, „Qualität“, „Kultfaktor“ und „Fairness“. Als Testperson wurde „Stefan“, ein selbst ernannter Kochlaie ausgewählt, der „die größte Kochniete“ ist, die man finden könne.

Geling-Garantie: Wenig Begeisterung beim Sternekoch

Koch-Dummie Stefan versucht sich im Test nun also an Pizza, Fleischgerichten und Apfelkuchen. Doch gleich beim Apfelkuchen verbrennt ihm der Kuchen und die Sahne wird zu Butter geschlagen. Das Urteil von Sterne-Koch Frank Oehler: „Gelungen ist das schon. Es hat halt nur nicht geschmeckt.“ 

Oehler selbst schafft es zwar, ein einigermaßen schickes Menü mit dem Thermomix zu kochen, doch wirklich dummie-sicher ist das Gerät offenbar nicht. Die Qualität des Thermomix‘ überzeugt dagegen schon eher.

Qualität: Sehr gut - Kultfaktor: Hoch

In Sachen Qualität schneidet der Thermomix tatsächlich besser ab als vergleichbare günstigere Geräte von beispielsweise Lidl. Auch in der Laufzeit überzeugt die Küchenmaschine und schlägt die Konkurrenz um mehrere hundert Stunden. 

In Sachen Kultfaktor kann der Thermomix ebenfalls punkten. Der Konzern schafft es, Besitzer des Küchen-Allrounders als Werbevertreter auf Provisionsbasis zu engagieren, die bereitwillig Videos über die Vorzüge des Gerätes ins Netz stellen. 

Fairness: Verbesserungswürdig - Vorwurf: Verbrennungen

In puncto Fairness schneidet das Unternehmen Vorwerk dann aber besonders schlecht ab. Die Macher der ARD-Sendung kritisieren hier vor allen Dingen die Steuerpolitik der Wuppertaler Firma, die ihren Sitz in der Schweiz hat und über ein spezielles Kommissionsmodell „massiv Steuern“ vermeiden würde. 

Eine Frau aus Mannheim sagt, sie habe sich beim kochen mit dem Thermomix Verbrennungen zweiten Grades zugezogen. 

Doch den Höhepunkt bildet schließlich die Geschichte einer Frau aus Mannheim. Sie berichtet, dass Sie sich beim Zubereiten einer Kürbissuppe mit dem Thermomix Verbrennungen zweiten Grades zugezogen habe. Heiße Flüssigkeit sei plötzlich aus dem Gerät gespritzt: „Nur einen Moment zuvor hatte ich noch meinen einjährigen Sohn auf dem Arm“, fügt sie hinzu. Wie ein Sprecher der Verbraucherschutzorganisation „Choice“ berichtet, sei das kein Einzelfall: Auch in Australien habe es mindestens 14 solcher Fälle im Zusammenhang mit einem älteren Thermomix-Modell gegeben. Die Firma Vorwerk spricht auf ARD-Nachfrage jedoch von einem Einzelfall.

Die gesamte Sendung des ARD-Markenchecks können Sie sich hier ansehen.

Video: Der bayerische Thermomix-Test: Obazda

sdm/Video: Glomex

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