Mann isst überfahrene Tiere

Rentner kratzt überfahrene Tiere von Fahrbahn und nimmt sie mit nach Hause. Was er dann damit macht, ist einfach nur widerlich

Wie wärs denn mal mit Dachs zu Mittag? Für die Meisten eher eine abstoßende Idee, für Arthur Boyt (77) Lieblingsrezept. Seine Ernährung besteht nämlich aus überfahrenen Tieren von der Straße. Im Ernst!

Bodmin Moor - Vegetarier, Veganer, Flexitarier, Pescetarier, Frutarier: Die Liste an Ernährungsweisen wird immer länger und gesunde Ernährung spielt für viele eine immer wichtigere Rolle. Doch auch das Tierwohl liegt immer mehr Menschen am Herzen und sie entscheiden sich, bewusster einzukaufen oder kein Fleisch mehr zu essen. Oder man entscheidet sich einfach dafür, überfahrene und verunglückte Tiere zu essen. Klingt verrückt? Für den 77-jährigen Arthur Boyt nicht, für ihn ist das vollkommen normal.

Seit Arthur 13 ist, ernährt er sich von toten Tieren, die er auf der Straße findet, berichtet mirror.co.uk. Er sammelt die Tierkadaver ein, bringt sie zu sich nach Hause, bereitet eine Mahlzeit aus ihnen zu oder friert sie für später ein. 

Arthurs Vorrat in der Gefriertruhe

Der pensionierte Biologe hat schon viele verschiedene Tiere gegessen, unter anderem Füchse, Hasen, Spatzen, Rehe, Tauben, Dachse, Fasane oder auch eine Fledermaus. Vor zwei Jahren gab es bei ihm zu Weihnachten sogar einen Delfin, den er tot am Strand nahe seines Hauses in Davidstow gefunden hatte. Seine Frau Su, welche Vegetarierin ist, verzichtet auf Arthurs Mahlzeiten. 

So absurd es auch klingen mag, der Rentner hat eine gute Begründung, wieso er Tierleichen von der Straße isst: „Das Gute an den überfahrenen Tieren ist, dass du Fleisch bekommst, ohne die Schuld zu tragen, ein Tier getötet haben, oder, dass es wegen dir getötet wurde. Ich würde nie Fleisch kaufen, das Erfreulich daran ist einfach, dass man weiß, dass das Tier nicht absichtlich getötet wurde“, zitiert mirror.co.uk Arthur Boyt. Im Grunde ist das die Einstellung vieler Vegetarier/Veganer etc., wieso Arthur es seiner Frau nicht gleich macht und einfach Vegetarier wird, ist eine gute Frage. 

Sein Festmahl an Weihnachten 2015, der Delfin, wurde heftig diskutiert. Wie mirror.co.uk schreibt, warnt ein Sprecher des National Marine Aquarium in Plymouth, Devon: „Sie können Krankheiten, welche auf den Menschen übertragbar sind, haben und werden normalerweise von den lokalen Behörden auf einer Deponie verbrannt“.

Arthur jedoch hat keine Bedenken: „Nur weil kein Etikett darauf klebt heißt das nicht, dass es nicht genießbar ist. Ich tue das schon mein ganzes Leben und war noch nie krank“.

Der Rentner mit einem Vogel aus seinem Vorrat

Wie schmeckt das denn überhaupt?

Der Tierpräparator erzählt, das Merkwürdigste, das er je gegessen hat, war eine Fledermaus. Hasen hingegen bringen eine leckere, nahrhafte Mahlzeit für mindestens vier Personen. Aber auch Dachse sind Arthur zufolge sehr gut: „Dachse haben viel fett und treiben sich draußen rum bis es wirklich kalt ist“.

Über die Delfinspeise sagt der 77-Jährige: „Es schmeckt anders als alles andere. Es ist nicht fischig oder ölig und hat keinen bestimmten Geschmack. Du zerdrückst es eher mit deiner Zunge, als es zu kauen. Die Konsistenz ist anders. Es ist weicheres Fleisch als das von den Landtieren, die wir normalerweise essen, aber es ist auch nicht wie Fisch. Es bröselt“.

Klingt doch ganz lecker. Oder auch nicht. Arthur hat sogar ein Buch in Planung, um genau zu sein, ein Kochbuch: „Ich arbeite an einem Buch. Es wird ‚Roadkill Eater: Erinnerungen, Erinnerungen und Rezepte‘ heißen“.

Sein persönliches Lieblingsrezept ist Dachskopf. Er erwähnt, dass es einfach zu kochen ist und für einen Eintopf verwendet werden kann, so mirror.co.uk

Sein Lieblingsrezept: Dachskopf

Sollte dieses Kochbuch mal in den Wänden unserer Buchhandlungen zu finden sein, findet man darin auf jeden Fall Rezepte, die man noch nie ausprobiert hat.

Arthur genießt seine Mahlzeit: Es gibt Dachskopf

Guten Appetit!

Hier gehts zum Video über Arthur Boyt.

sdr

Rubriklistenbild: © Youtube

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