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Menschen in der Großstadt Yogyakarta können nur noch mit Atemschutzmasken auf die Straße gehen.

Ascheregen vom Merapi erreicht Yogyakarta

Jakarta - Der Ascheregen des wiedererwachten Vulkans Merapi hat in Indenosien die Großstadt Yogyakarta mit einer dicken Staubschicht überzogen. In der Nacht hatte er 21 Minuten lang glühende Asche ausgestoßen.

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Der erwachte Vulkan Merapi in Indonesien hat in der Nacht zum Samstag erneut glühend heiße Asche in die Luft geschleudert. Die Eruption kurz nach Mitternacht (Ortszeit) dauerte 21 Minuten, sagte Surono, Chef des Zentrums für Vulkankatastrophen. Die Asche ging unter anderem auf die 25 Kilometer südlich gelegene Großstadt Yogyakarta nieder. Weite Stadtteile lagen am Samstagmorgen unter einer dicken grauen Ascheschicht, berichtete die Agentur Antara.

Ob Menschen zu Schaden kamen, war zunächst unklar. Trotz eindringlicher Warnungen der Behörden sind immer wieder Anwohner aus den Notunterkünften in ihre Dörfer zurückgekehrt. Sie haben Angst vor Plünderungen und wollen sich um ihr Vieh kümmern. Seit der ersten Eruption starben bislang mindestens 36 Menschen.

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Der knapp 3000 Meter hohe Vulkan war nach vier Jahren Ruhe am Dienstag erstmals wieder ausgebrochen. Er gehört zu den aktivsten und gefährlichsten der Welt. Im Krater sammeln sich gefährliche Gase unter einem Lavadom. Das Gas kann wie bei einer Explosion entweichen.

Auf den Mentawai-Inseln westlich von Sumatra, die von einem Tsunami heimgesucht worden waren, wurden 135 Überlebende entdeckt. Sie seien an verschiedenen Orten im Bezirk Pagai Utara gefunden worden, wie Surya, Vertreter des Zivilschutzes der Provinzhauptstadt Padang in West-Sumatra, mitteilte.

“Sie waren zusammen mit Flüchtlingen und in Krankenhäusern. Nach einer Überprüfung war klar, dass sie auf der Liste der Vermissten standen“, sagte Surya, der wie viele Indonesier nur einen Namen trägt. Die Zahl der Vermissten reduziere sich damit auf 163, die der Toten liege bei 413. Mehr als 400 Bewohner hätten sich verletzt. Ein Erdbeben der Stärke 7,7 hatte am Montagabend den Tsunami ausgelöst, der mehrere Dörfer auf den Inseln zerstörte. Noch immer warten viele Menschen dort auf Hilfe, die von Stürmen und hohen Wellen behindert wird. Fähren brauchen von Sumatra aus etwa zehn Stunden bis zu den Inseln.

“Wir können nichts tun, außer auf besseres Wetter zu warten“, hieß es vom Amt für Meteorologie. Hubschrauber könnten wegen der schlechten Bedingungen keine Hilfsgüter abwerfen. Ein Boot mit 15 Helfern an Bord kenterte am Samstag vor den Mentawai-Inseln, sagte Surya. Fünf von ihnen wurden noch vermisst. Nach dem Erdbeben hätten etwa 12 000 Menschen ihr Heim verloren, Hunderte Gebäude wurden beschädigt. Auf den Inseln leben etwa 68 000 Menschen.

Das Dorf Monai auf Pagai Selatan ist mit am schlimmsten betroffen. Saluhu betrauert den Tod seines neun Jahre alten Sohnes. Dem US- Nachrichtensender CNN sagte er: “Die Hand meines jüngsten Sohnes rutschte aus der Hand meiner Frau, als der Tsunami uns traf. (...) Wir wussten nicht, wo er war. Wir konnten nichts sehen - es war stockdunkel.“

dpa

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